EU-Streit verhindert Abschaffung der Sommerzeit

Mitgliedsstaaten sind uneinig

EU-Streit verhindert Abschaffung der Sommerzeit

Ursprünglich sollte dieses Jahr das letzte Mal die Zeit umgestellt werden. Durch einen Streit in der EU könnte sich die Abschaffung aber weiter verzögern.

Die EU-Kommission wollte die Sommerzeit ursprünglich schon 2019 abschaffen. Das wurde dann auf 2021 verschoben. Die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten sind jedoch derart im Zwist, dass sich eine Abschaffung noch weiter hinziehen könnte.

Österreicher für Abschaffung der Sommerzeit

Die Mehrheit der Österreicher ist laut einer Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Akonsult für eine Abschaffung der Sommerzeit. Ganze 72 Prozent sind dafür, wobei sich Frauen und Männer darin einig sind. Lediglich bei den 16 bis 22-Jährigen sprechen sich nur 40 Prozent für das Ende der Zeitumstellung aus. Insgesamt zwei Drittel wollen übrigens, dass die Sommerzeit während des gesamten Jahres gilt.

Und hier spießt es sich innerhalb der EU. Laut EU-Kommission sollen die Staaten selbst entscheiden, ob sie dauerhaft Sommer- oder "Winterzeit" haben wollten. Doch aus vielen Ländern kommen Bedenken, da u.a. für die Wirtschaft eine einheitliche Zeitzone wünschenswert erscheint. Eine Einigung ist derzeit nicht in Sicht.

Viele EU-Staaten wollen die Sommerzeit nicht abschaffen

Laut dem deutschen Politiker Herbert Reul (CDU) sind für die Verzögerung der Abschaffung einzelne EU-Länder verantwortlich: „Es ist mir unbegreiflich, dass die Zeitumstellung immer noch nicht abgeschafft ist. Aber an der EU-Kommission liegt es gar nicht mehr. Das Parlament hat 2019 schon zugestimmt. Das große Problem ist, dass die einzelnen Länder sich nicht einigen können, viele EU-Staaten wollen die Sommerzeit partout nicht abschaffen.“ 



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