Keine Entspannung

Fatah lehnt Gespräche mit Hamas ab

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Hamas Chef Haniyeh hatte Gespräche mit der verfeindeten Fatah-Partei angekündigt. Diese lehnt dies jedoch kategorisch ab.

Die vom palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas geführte Fatah-Bewegung hat Gespräche mit der radikalen Hamas abgelehnt, die den Gaza-Streifen kontrolliert. Voraussetzung für eine Annäherung sei ein Rückzug der Hamas in dem Küstengebiet, erklärte Abdallah Frangi, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah, am Donnerstag. Die Hamas hatte zuvor Bereitschaft signalisiert, die alleinige Kontrolle über den Gaza-Streifen abzugeben. "Unsere Regierung über den Gaza-Streifen ist vorübergehend", erklärte Hamas-Anführer Ismail Haniyeh, der von Abbas entlassene Premier, in einer Stellungnahme, die in der Nacht auf einer Internetseite veröffentlicht worden war. "Es gibt ernsthaft Bewegung im palästinensischen Dialog, und wir haben mit der Fatah ein Treffen in einer arabischen Hauptstadt vereinbart", hieß es weiter.

Diese Angaben wurden von der Fatah zurückgewiesen. Es habe in den vergangenen Tagen zwar Gespräche über einen möglichen Dialog gegeben, sie seien jedoch unverbindlich gewesen. Der daran beteiligte Fatah-Vertreter habe nicht die Unterstützung der vom Westen unterstützten Führungsspitze. Abbas hat als Bedingung für eine Annäherung genannt, dass sich die Hamas von einem Fatah-Stützpunkt in der Stadt Gaza zurückzieht, den sie während des Bürgerkriegs im Juni erobert hat.

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