Im Streit um die zu Dänemark gehörende Insel Grönland sendet die US-Regierung widersprüchliche Signale.
Während Präsident Donald Trump den strategisch wichtigen Archipel ins Visier nimmt, spricht Außenminister Marco Rubio nach Berichten von einem Kaufziel – und nicht von einer geplanten militärischen Invasion.
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US-Präsident Donald Trump hat wiederholt deutlich gemacht, dass Grönland für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten von zentraler Bedeutung sei und dass sein Land ein starkes Interesse daran habe, Kontrolle über die autonome Arktisinsel zu erlangen. Die Insel gehört zwar formal zum Königreich Dänemark, besitzt aber eine weitgehende Autonomie.
Rubio setzt auf Kauf statt Invasion
Laut mehreren Medienberichten – darunter das Wall Street Journal sowie die New York Times – hat US-Außenminister Marco Rubio in einer vertraulichen Sitzung mit Abgeordneten betont, dass die jüngsten öffentlichen Drohungen nicht als unmittelbare Ankündigung einer militärischen Invasion zu verstehen seien. Vielmehr bleibe das erklärte Ziel der Trump-Regierung, Grönland von Dänemark zu kaufen, heißt es aus informierten Kreisen. Demnach arbeitet die US-Regierung an einem aktualisierten Plan für einen möglichen Erwerb der Inselgruppe.
Kontrast zu öffentlichen Tönen
Diese Aussagen stehen im Kontrast zu jüngsten öffentlichen Tönen aus dem Weißen Haus. Regierungssprecherin Karoline Leavitt hatte am Dienstag erklärt, dass Präsident Trump und sein Team „eine Reihe von Optionen“ erörtern, um dieses außenpolitische Ziel zu erreichen. Dabei sei „dem Oberbefehlshaber der Einsatz des US-Militärs immer eine Option“ – ein Satz, der nicht als klarer Ausschluss eines Militäreinsatzes verstanden werden kann.
Internationale Reaktionen
Die widersprüchlichen Signale aus Washington haben international Besorgnis ausgelöst. Europäische Führungsfiguren, darunter die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen, warnten, ein militärischer Übergriff auf ein Nato-Mitglied würde das Bündnis gefährden und die Prinzipien der Souveränität verletzen. Dänemark und Grönland haben wiederholt klargestellt, dass die Insel nicht zum Verkauf stehe.
Strategische Interessen im Arktisraum
Trump begründet das Interesse der USA mit der strategischen Lage Grönlands und der zunehmenden Präsenz russischer und chinesischer Schiffe in der Arktis. Kritiker sehen darin eine Eskalation, die weit über einen rein diplomatischen Kampf um Einfluss hinausgeht – insbesondere nach dem kürzlichen US-Militäreinsatz, bei dem Venezuelas Präsident Nicolás Maduro gefangen genommen wurde, der internationale Schlagzeilen machte und Ängste vor weiteren militärischen Aktionen schürte .