Zudem stellte sich der US-Präsident via youtube den Fragen seiner Bürger.
Die geplante Mondfahrt der NASA liegt nicht auf dem Sparkurs von US-Präsident Barack Obama. Nach dem Budgetentwurf für das kommende Haushaltsjahr muss die Raumfahrtbehörde ihren geplanten bemannten Besuch auf dem Erdtrabanten bis zum Jahr 2020 streichen. Dafür soll sie sich mehr auf kommerzielle Flüge ins All ausrichten.
NASA-Direktor Charlie Bolden reagierte mit Verständnis. Kein Wunder, wird doch das Budget seiner Behörde in den nächsten fünf Jahren um insgesamt rund sechs Milliarden Dollar (4,31 Mrd. Euro) aufgestockt.
Finanz-Lücken
Obama war vom Plan seines Vorgängers George
W. Bush für eine neue bemannte Mondmission in den kommenden zehn Jahren
abgerückt, nachdem eine spezielle Kommission dieses Programm im Sommer unter
die Lupe genommen hatte. Eine Reihe von ehemaligen Astronauten und
Raumfahrtexperten war zu dem Schluss gekommen, dass die NASA ihre Ziele
wegen erheblicher Finanzlücken nicht realisieren kann.
Das Ziel, zurück auf den Mond zu kehren, besteht weiter - allerdings ohne einen konkreten Zeitplan.
Kreuzverhör via youtube
Auch in anderen Bereichen geht
Barack Obama im Vergleich zu George W. Bush neue Wege. Er hat sich als
erster Präsident der USA von seinen Wählern auf der Internet-Seite YouTube
ins Kreuzverhör nehmen lassen. Eine zuvor ausgewählte Gruppe Amerikaner
durfte dazu Fragen per Text- oder Video-Nachrichten stellen. Obama
beantwortete am Montag die meistgestellten von insgesamt 11.000 Fragen von
der Bücherei des Weißen Hauses aus.
Sie reichten von der umstrittenen Gesundheitsreform über die Bedrohung durch den Terrorismus bis zur amerikanischen Außenpolitik. Obama hatte die Internetseite zuletzt während seines Wahlkampfes genutzt. Anschließend zeigte sich der Präsident begeistert. "Es war großartig", sagte er seinen YouTube- Zuschauern. "Ich hoffe, wir können das jetzt öfter machen."