Weltpolitik

Opposition in Pakistan entscheidet Wahl für sich

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Die Partei von Staatschef Musharraf liegt laut Teilergebnis abgeschlagen auf Platz drei.

Bei der Parlamentswahl in Pakistan sind die beiden großen Oppositionsparteien auf ihrem Siegeszug nicht mehr einzuholen. Wie das staatliche Fernsehen am Dienstag berichtete, wurde die Partei PML-N von Ex-Regierungschef Nawaz Sharif laut Teilergebnissen stärkste Kraft vor der Pakistanischen Volkspartei (PPP) der Ende Dezember ermordeten früheren Premierministerin Benazir Bhutto. Auf dem dritten Platz landete die Pakistanische Muslim-Liga (PML-Q), die Musharraf unterstützt.

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Herbe Verluste für islamistische Partei
Nach Auszählung von 158 der 272 Wahlkreise erhielt die PML-N 57 Sitze im Parlament, die PPP kam auf 54 Mandate. Die PML-Q erhielt dem Teilergebnis zufolge 21 Sitze. Weitere Sitze gingen an kleinere Parteien und unabhängige Kandidaten. Die islamistischen Parteien mussten herbe Stimmenverluste hinnehmen.

Musharraf kündigte Kooperation an
Die PML-Q hatte zuvor einen deutlichen Stimmenzuwachs der Opposition eingeräumt. Musharraf hatte angekündigt, er werde jedes Wahlergebnis akzeptieren und mit jeder Regierung zusammenarbeiten. An dem Urnengang am Montag beteiligten sich laut Wahlkommission nur rund 40 Prozent der 81 Millionen Wahlberechtigten.

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