"Häuser und Wohnungen für bedürftige Menschen sollen im Winter wieder bewohnbar gemacht werden"
Die seit Beginn des russischen Angriffskriegs bereitgestellte humanitäre Hilfe wird nun im vierten Kriegswinter um weitere drei Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) des Außenministeriums (BMEIA) aufgestockt. Das teilte das BMEIA am Donnerstag mit. "Häuser und Wohnungen für bedürftige Menschen in der Ukraine sollen im Winter wieder bewohnbar gemacht sowie Hilfe für den Betrieb von Bildungs-, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen geleistet werden", hieß es.
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Von den drei Millionen Euro werden je eine Million Euro dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) zur Verfügung gestellt, wurde betont. "IKRK, UNICEF und UNHCR stellen eine Versorgung mit winterfesten Notunterkünften sowie die Reparatur und Instandhaltung von Heizanlagen sicher. Zudem stellen sie Generatoren und Heizöl zur Verfügung, um die schweren Folgen der Zerstörungen zu lindern."
"Russland greift gezielt lebenswichtige Energieinfrastruktur an"
"In einer besonders grausamen Form der Kriegsführung greift Russland in der Ukraine ganz gezielt lebenswichtige Energieinfrastruktur an, was bei diesen winterlichen Temperaturen katastrophale humanitäre Folgen hat", betonte Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP). "Österreich lässt die Menschen in der Ukraine nicht im Stich und leistet mit der neuerlichen Hilfe einen wichtigen Beitrag, um das Leid der Zivilbevölkerung zu lindern. Gerade jetzt zählt rasche und wirksame humanitäre Hilfe vor Ort."
Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) ergänzte: "Europa muss gerade jetzt zeigen, dass wir zusammenstehen - genau das tun wir in der Ukraine. Die Zerstörung der ukrainischen Infrastruktur hat schlimme Folgen für die zivile Bevölkerung. Es macht mich stolz, dass Österreich unverbrüchlich an der Seite der ukrainischen Bevölkerung steht."
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) wiederum ließ wissen: "Gerade in den letzten Wochen ist die Lage noch dramatischer geworden. Es herrscht klirrende Kälte, deshalb zählt jeder Tag. Die Menschen in der Ukraine brauchen dringend Überwinterungsmöglichkeiten. Wir lassen sie nicht im Stich und helfen weiter".