Sarah Palin

Alaska

Palin ist nicht mehr Gouverneurin

Sie hat ihre Amtsgeschäfte an Stellvertreter Sean Parnell übergeben.

Gut drei Wochen nach ihrer Rücktrittsankündigung hat Sarah Palin ihr Amt als Gouverneurin von Alaska formell niedergelegt. Die einstige US-Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner übergab am Sonntag die Amtsgeschäfte an ihren bisherigen Stellvertreter Sean Parnell. Über ihre weitere politische Laufbahn herrscht vorerst Unklarheit, doch wird nicht ausgeschlossen, dass sie sich 2012 um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bewerben könnte.

Palins Rücktrittsankündigung mehr als ein Jahr vor dem Ende ihrer Amtszeit kam Anfang Juli völlig überraschend. Jüngst wurde ihre politische Karriere allerdings von Untersuchungen einer Ethikkommission und wachsenden Anwaltskosten überschattet. Einer jüngsten Umfrage der Zeitung "Washington Post" und des Fernsehsenders ABC zufolge lag ihr Beliebtheitsgrad nur noch bei 40 Prozent, 53 Prozent der Befragten äußerten sich negativ. Allerdings haben sieben von zehn Republikanern eine positive Meinung von Palin.

BBQ-Partys zum Abschied
Die Politikerin hatte sich am Wochenende mit mehreren Barbecue-Partys von ihren Anhängern verabschiedet. Bei einer der Partys in Anchorage gab Palin Hotdogs und Hamburger aus. Parteifreunde trugen Abzeichen mit der Aufschrift "Palin 2012". Viele Parteifreunde hoffen, dass die bei Konservativen und Religiösen populäre Politikerin für die Präsidentschaftskandidatur 2012 antritt.

Die Republikanerin hat nun offengelassen, wie ihre Zukunftspläne aussehen. Sie sprach nur davon, mehr Zeit mit ihrem mit Down-Syndrom geborenen Sohn verbringen zu wollen. Auf ihrer Facebook-Seite im Internet schrieb Palin vage, sie wolle nun sehen, "wie wir gemeinsam das Land voranbringen können". Der "Washington Post" schrieb sie, ihr Rücktritt habe nichts mit den Vorwürfen und Ermittlungen wegen angeblichen Amtsmissbrauchs zu tun. Sie werde nun "die Schlacht" landesweit suchen und sich nicht scheuen, "die Mächtigen" und "die Korrupten" herauszufordern.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten