Israelische Truppen an der Grenze zum Gazastreifen. Archivbild.

Hinterhältig

Selbstmordanschlag auf israelischen Grenzposten

Am Samstag ereignete sich der seit langem schwerste Anschlag auf einen Grenzübergang zum Gaza-Streifen.

Beim schwersten Sprengstoffanschlag auf einen Grenzübergang zum Gaza-Streifen seit Sommer 2005 sind am Samstag drei militante Palästinenser ums Leben gekommen. 16 israelische Soldaten wurden nach Angaben einer Armeesprecherin verletzt, einer davon schwer. Der Anschlag ereignete sich nur wenige Stunden vor Beginn des jüdischen Pessach-Festes. Die Hamas bekannte sich zu der Tat und kündigte weitere Angriffe gegen Israel an.

Eine Armeesprecherin bestätigte den zweiten Anschlag auf Kerem Shalom innerhalb von zwei Tagen. Die Angreifer hätten dazu zwei Jeeps so hergerichtet, dass sie wie israelische Armeefahrzeuge ausgesehen hätten. Bei der Explosion des ersten Fahrzeuges sei ein Loch in den Grenzzaun gerissen worden. Ein zweites mit Sprengstoff präpariertes Fahrzeug sei dann neben israelischen Armeefahrzeugen explodiert.

Ungewöhnlich große Menge Sprengstoff
Nach Angaben der Sprecherin haben Angreifer nie zuvor seit dem israelischen Rückzug aus dem Gaza-Streifen im Sommer 2005 eine solche Menge an Sprengstoff verwendet. Die Armee gehe von mehreren hundert Kilogramm aus. Es handle sich um den fünften Anschlag auf einen Grenzübergang in den vergangenen zehn Tagen.

Der Anschlag ereignete sich im Morgengrauen wenige Stunden vor Beginn des jüdischen Pessach-Festes. Wegen des einwöchigen Festes hatte Israel bereits zuvor den Gaza-Streifen und das Westjordanland vollständig abgeriegelt. Ein Hamas-Führer, Sami Abu Zuhri, kündigte weitere Angriffe dieser Art an, um die seit fast einem Jahr andauernde israelische Blockade des Gaza-Streifens nach der Machtübernahme der Hamas dort zu brechen. Dies sei erst der Anfang gewesen.

Wichtige Versorgungsroute für Gaza-Streifen
Der Grenzübergang Kerem Shalom ist eine der wenigen verbliebenen Versorgungsrouten für den Gaza-Streifen. Der israelische Regierungssprecher Mark Regev verurteilte die Angriffe der vergangenen Tage auf die Grenzübergänge. Damit missachte die Hamas das Wohl der eigenen Bevölkerung im Gaza-Streifen.

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