Demonstration für die Freilassung der südkoreanischen Geisel

Afghanistan

Weiter Verhandlungen in Geiselkrise

Südkorea und die Taliban verhandeln weiter über das Schicksal der 19 nich gefangenen Geisel.

Nach der Freilassung von zwei südkoreanischen Geiseln haben die radikal-islamischen Taliban und die Unterhändler der Regierung in Seoul die Verhandlungen über eine Freilassung der noch 19 verschleppten Südkoreaner fortgesetzt. Taliban-Sprecher Qari Yousouf Ahmadi sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch, in den vergangenen zwei Tagen seien Gespräche über das Telefon geführt worden. Am Donnerstag sei erneut ein direktes Treffen in der südostafghanischen Provinz Ghazni geplant.

Zwei erkrankte Frauen freigelassen
Die Islamisten bestünden weiterhin auf einer Freilassung inhaftierter Gesinnungsgenossen, betonte Ahmadi, ansonsten werde keine Geisel mehr freigelassen.

Nach Vermittlung durch das Internationale Rote Kreuz hatten die Taliban am Montagabend zwei erkrankte Frauen aus der Geiselhaft entlassen. Zwei koreanische Geiseln waren von den islamischen Extremisten zuvor erschossen worden.

Schicksal der deutschen Geisel weiter unklar
Das Schicksal des ebenfalls in Afghanistan verschleppten Deutschen Rudolf B. blieb auch am Mittwoch - vier Wochen nach der Geiselnahme - ungewiss. Der am 18. Juli entführte Bauingenieur hatte am Montag in einem Telefonat mit dem arabischen Nachrichtensender Al-Jazeera erklärt, ihm gehe es gesundheitlich sehr schlecht.

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