Hantavirus-Alarm

WHO sucht jetzt nach 82 Passagieren von Flug "4Z132"

Hantavirus-Schock auf hoher See! Nach mehreren Todesfällen auf einem Kreuzfahrtschiff sucht die WHO jetzt fieberhaft nach dutzenden Flugpassagieren. Die Angst: Das gefährliche Virus könnte sich bereits weiter verbreitet haben. 

Eine internationale Suchaktion sorgt derzeit für Aufsehen. Die Weltgesundheitsorganisation fahndet nach 82 Passagieren des Airlink-Flugs „4Z132“ von St. Helena nach Johannesburg. Der Grund: An Bord befand sich die Frau, die kurz darauf an den Folgen einer Hantavirus-Infektion starb.

Todesfälle auf Horror-Kreuzfahrt

Ausgangspunkt des Ausbruchs ist das Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“, das von Argentinien aus über den Atlantik unterwegs war. Dort starben bereits drei Passagiere, sieben Menschen gelten bisher als infiziert. Betroffene klagten über grippeähnliche Symptome, Fieber, Magen-Darm-Probleme, Atemnot und Lungenentzündungen. Besonders brisant: Die WHO hält eine Übertragung von Mensch zu Mensch mittlerweile für möglich. Das wäre bei Hantaviren äußerst ungewöhnlich. Experten vermuten, dass sich Passagiere an Bord gegenseitig angesteckt haben könnten, vor allem bei engem Kontakt in Kabinen.

Hantavirus Schiff
© AFP

WHO sucht jetzt Flugpassagiere

Die verstorbene Niederländerin war am 25. April von der Insel St. Helena nach Südafrika ausgeflogen worden. Wenig später starb die 69-Jährige in einem Krankenhaus in Johannesburg. Nun läuft die Kontaktverfolgung für alle Passagiere des Flugs „4Z132“. Die Maschine der Airline Airlink war mit einer Embraer 190 unterwegs. Laut WHO wurde die Suche nach allen Mitreisenden bereits eingeleitet. Die Sorge: Einige könnten sich während des Flugs infiziert haben und das Virus weitergetragen haben.

Schiff darf nicht anlegen

Die „MV Hondius“ liegt derzeit noch vor Kap Verde. Mehrere Häfen wollten das Schiff offenbar zunächst nicht anlegen lassen. Das allgemeine Risiko für die Bevölkerung wird derzeit dennoch als gering eingeschätzt.

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