Alle Liegen besetzt!

Pool-Streit: Urlauber kassiert jetzt fast 1.000 Euro

Der tägliche Kampf um die besten Pool-Liegen eskaliert jetzt sogar vor Gericht. Weil in einem Luxusurlaub auf Kos schon in aller Früh fast alle Plätze mit Handtüchern reserviert waren, bekam ein Urlauber nun einen Teil seines Reisepreises zurück.

Der Mann hatte für seine Familie eine Pauschalreise auf die griechische Insel Kos gebucht. Kostenpunkt: mehr als 7.000 Euro. Doch statt entspanntem Poolurlaub wartete laut Gericht jeden Morgen derselbe Frust auf die Familie. Bereits ab sechs Uhr früh sollen beinahe alle Sonnenliegen mit Handtüchern blockiert gewesen sein, obwohl viele davon stundenlang gar nicht benutzt wurden. Beschwerden beim Hotel und bei der Reiseleitung sollen nichts gebracht haben. 

Richter sprechen von Reisemangel

Das Amtsgericht Hannover stellte nun klar: Dauerhaft reservierte Liegen können tatsächlich ein Reisemangel sein. Vor allem dann, wenn das Hotelpersonal nichts dagegen unternimmt. Laut Gericht müsse der Reiseveranstalter dafür sorgen, dass Gäste die Poolanlage auch wirklich nutzen können. 

Fast 1.000 Euro zurück

Das Gericht sprach dem Urlauber deshalb eine Reisepreisminderung von 15 Prozent pro Urlaubstag zu. Insgesamt bekommt die Familie nun 986,70 Euro zurück. Dabei spielte laut Gericht auch eine Rolle, dass es sich um ein Hotel im gehobenen Preissegment handelte.

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