Google: Mit Android 3.0 gegen das iPad

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Google: Mit Android 3.0 gegen das iPad

Google hat sein mobiles Betriebssystem Android mit einer neuen Version für Tablet-Computer tauglich gemacht. Wie angekündigt, wurde Android 3.0 "Honeycomb" (Honigwabe) am Mittwoch (Ortszeit) am Firmensitz im kalifornischen Mountain View vorgestellt. Außerdem wurde während der Präsentation der Android Market Webstore (Link am Ende des Beitrags) geöffnet. Dadurch können Android-Nutzer alle Apps auch über einen Computer herunterladen und danach auf ihren Smartphones installieren. Bisher funktionierte das nur mit einem (Android-)Smartphone. Mit diesem Schritt greift Google Apples App Store direkt an. Google ermöglicht zudem Transaktionen innerhalb von Anwendungen - beispielsweise den Verkauf von einzelnen Ausgaben eines Magazins.

Diashow Android 3.0 "Honeycomb"-Vorstellung

Tablet-Betriebssystem

Android 3.0 wurde für die Verwendung mit Tablet-Computern entwickelt. Auch der Browser wurde dazu angepasst.

Tablet-Betriebssystem

Das blättern durch Bücher funktioniert ähnlich perfekt wie auf dem iPad.

Tablet-Betriebssystem

Auch die Grafikleistung wurde für die größeren Displays verbessert.

Tablet-Betriebssystem

Google's Produkt Management Direktor für mobile Systeme, Hugo Barra, war bei der Vorstellung richtig euphorisch.

Tablet-Betriebssystem

Er erklärte die neuen Features bis ins kleinste Detail.

Tablet-Betriebssystem

Als Anschauungsbeispiel wurde die neue CNN-App vorgestellt.

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Honeycomb-Features
Neues Interface
Die Software mit dem Codenamen "Honeycomb" (Honigwabe) wurde an größere Bildschirme angepasst und liefert eine deutlich bessere Grafikleistung. Das neue Benutzerinterface liefert einen deutlich besseren Überblick als die Smartphone-Version (akutell: Android 2.3 Gingerbread). Dazu trägt auch die dreidimensionale Darstellung der Navigation zwischen den unterschiedlichen Homescreens bei. Icons, Widgets und Apps erscheinen in einem völlig neuen Look. Des Weiteren wurden auch beliebte Anwendungen wie etwa Gmail an die Verwendung mit Tablet-Computern angepasst. So können die Nutzer zwischen dem Posteingang und geöffneten Mails blitzschnell wechseln. Eine weitere wichtige Neuerung stellt der überarbeitete (Chrome-)Browser dar. Im Gegensatz zu Smartphones gibt es auf den Touch-Computern eine Synchronisations-Möglichkeit mit Standard-Rechnern. So werden Bookmarks, Passwörter, Lesezeichen, etc. auf Wunsch direkt übernommen. Des Weiteren können auch mehrere Tabs gleichzeitig geöffnet werden.

Multitasking
Natürlich unterstützt Android 3.0 auch Multitasking. Es können also mehrere Programme gleichzeitig verwendet werden. Seit Apple iOS 4.2 für das iPad veröffentlicht hat, funktioniert das auch auf dem Apple-Tablet. Die überarbeitete Kamera-App ermöglicht nun das Hochladen von Videos auf die Google-Videoplattform YouTube mit nur einem Klick.

Videotelefonie
Besonders stolz sind die Entwickler auf die Videotelefonie-Funktion. Bis diese allen Ansprüchen genügte, wurden mehrere Nachtschichten eingelegt. Doch nun soll das Ergebnis perfekt sein.

Tastatur
Schließlich wurde noch die virtuelle Tastatur an die größeren Displays angepasst. Sie funktioniert sowohl im Hoch- wie auch im Querformat. Im Querformat sollen die Nutzer ähnlich schnell tippen können wie mit einer herkömmlichen (mechanischen) Tastatur.

Android 3.0-Tablet Armee
Ab wann die finale Version von Honeycomb an die Hardware-Hersteller ausgeliefert wird, steht noch nicht genau fest. Es sollte jedoch nicht mehr allzu lange dauern. Unternehmen wie Motorola (Xoom), LG (G-Slate), Asus (EeePads), Dell (Streak 7) und HTC (Flyer) haben jedenfalls bereits Android 3.0-Tablets in den Startlöchern.

Webstore für Apps
Wer ein Android-Smartphone oder einen Tablet-PC mit dem Google-System besitzt, kann über den Android Market zusätzliche Miniprogramme - sogenannte Apps - herunterladen. Diese sind häufig kostenlos, teilweise kosten sie Geld. Diesen Software-Laden hat Google nun ausgebaut. Künftig können Nutzer etwa von jedem Computer über das Internet die Anwendungen erwerben. Sie werden dann vom Android Market direkt auf das Handy oder den Tablet-Rechner geschickt.

Zudem wird es künftig möglich sein, auch aus den Miniprogrammen selber heraus zusätzliche Apps herunterzuladen. Das hatten sich viele Entwickler gewünscht, um mit den Anwendungen besser Geld verdienen zu können. Denkbar ist etwa, dass Nutzer von Navigationsprogrammen auf diese Weise zusätzliche Karten erwerben. Auch in Spielen könnten Nutzer zusätzliche Pakete hinzukaufen.

Hier kommen Sie direkt zum Android Market Webstore.

Android ist ein offenes Betriebssystem, dessen Quellcode (Linux-Basis) Entwickler unabhängig von Google verwenden dürfen. Das Unternehmen sehe sich aber als "Schäfer" des Projektes, sagte Google-Manager Andy Rubin.

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