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Eklat bei Kerner

 

 

Reich-Ranicki: Feuchtgebiete "literarisch wertlos"

Da hatte sich ZDF-Talker Johannes B. Kerner wohl die zwei richtigen Gäste ausgesucht: Buch-Star Charlotte Roche und Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki matchten sich vor laufender Kamera. Sie musste wegen ihrem Erfolgsroman "Feuchtgebiete" während der Show herbe Kritik vom anspruchsvollen Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki einstecken. Beim TV-Jahresrückblick „Menschen 2008“ im ZDF titulierte Reich-Ranicki den semipornographischen Roman Feuchtgebiete als „literarisch wertlos“. Was für viele wie ein herber Schlag wirken würde, schien für die Bestseller-Autorin nur halb so schlimm. Bereits vorab stellte sie klar: „Ich will nichts mehr mit Analverkehr zu tun haben!“. Fast wirkte es allerdings streckenweise so, als wäre ihr der Roman selbst peinlich.

Wo bleibt der Stil?
Weiters urteilte Reich-Ranicki: „Es ist gar keine Literatur, aber es ist ein pornografisches Buch“. Zudem vermisse er einen bestimmten Schreibstil, welchen er von anderen Autoren gewohnt wäre: „Die Frau hat keinen Stil – das ist kein schlechter Stil, es ist gar kein Stil.“

Roche tapfer, aber peinlich berührt
Roche wusste sich mit witziger Schlagfertigkeit zu helfen. „Ich hatte das Gefühl, ihm hat es doch gefallen?“, meinte sie schließlich zu Kerner. Allerdings räumte das Teenie-Idol zum Schluss selbstkreuzigend ein: „Ich muss die ganze Zeit über Analverkehr reden. Das ist schrecklich.“ Ein zweiter Teil des Buches soll nicht kommen, ein neues Werk wird allerdings bereits vorbereitet.

Fotos (c): APA

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