So peinlich war das GNTM-Finale

Drei Stunden Langeweile

So peinlich war das GNTM-Finale

Wochenlang fiebern die Zuschauer mit, welches Mädchen sich bei den Fotoshootings bewähren kann, wer die Challenges gewinnt, wer sich schon wieder streitet und wer die begehrtesten Jobs absahnen kann. Das Finale von Germany's Next Topmodel ist also ein - leider immer sehr langweiliges - Muss. Schließlich wurde Kim Hnizdo als Siegerin gekürt, doch der Weg dahin war endlos und vor allem peinlich.

Halbleere Arena
Scheinbar fanden auch die Zuschauer das Finale der Klum-Show nur mäßig spannend, denn die Arena auf Mallorca, wo die Sendung dieses Jahr zum ersten Mal unter freiem Himmel stattfand, war beinahe gähnend leer. Bis auf die Familie und Freunde der Kandidatinnen und wahrscheinlich einigen Produktions-Mitarbeitern hatten nur eine Hand voll anderer Leute die grandiose Idee, sich in den Flieger zu setzen, um das Finale live vor Ort zu sehen. In den obersten Rängen waren jedenfalls noch massig viele Plätze frei.

Das hielt Heidi Klum allerdings nicht davon ab, für ordentliche Stimmung sorgen zu wollen, als würde sie gerade vor 100.000 Leuten stehen. Im knappen Glitzerkleidchen machte sie die All Inclusive Club-Animateurin, klatschte die Leute in der ersten Reihe ab und stellte gefühlt alle zehn Sekunden fest, dass "nur eine Germany's Next Topmodel werden kann".

Fremdschäm-Alarm
Ein bisschen fremdschämen musste man sich auch beim ersten Auftritt der Models. Taynara, Jasmin, Elena, Fata und Kim wurden in Sänften auf die Bühne gebracht. Noch übertriebener geht's wohl nicht? Drei Stunden lang war eigentlich fast nichts anderes zu sehen, als Rückblicke und die fünf Kandidatinnen, die in hohen Hacken nur über den Catwalk stöckelten. Anhand ihrer Walks entschieden schließlich Heidi, Thomas Hayo und Michael Michalsky, wer ausscheiden oder weiterkommen sollte. Begründungen, warum es für eine von ihnen nun "doch nicht gereicht" hat, gab es aber nie.

Peinliche Sprüche
Richtig peinlich waren auch die Sprüche, die die Jury immer losließ. "Ich glaube, die Mädchen haben sich wirklich gut in die Kostüme reingefühlt" oder "Ihr seht alles aus wie Göttinnen", meinten sie nach dem seltsamen Lauf in asiatisch inspirierten Kostümen. Und wer es bis dahin schon vergessen hatte: "Nur eine kann Germany's Next Topmodel werden" - nur zur Erinnerung.

Buhrufe für Honey
Auch Kims Ex-Freund Alexander 'Honey' Keen durfte natürlich nicht fehlen. Schließlich war er doch eigentlich der geheime Star der Show. Ganz zufällig wurde er von Michalsky im Publikum gesichtet, doch bevor Honey überhaupt noch irgendetwas sagen konnte, quittierten ihn die Leute mit Buh-Rufen. Da fror sogar dem Dauergrinser das Gesicht ein. "Man kennt das ja als Fußballspieler. Beim Auswärtsspiel buhen die Fans. Das gehört halt dazu", sagte er.

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