Fiona: Jetzt rede ich

Affäre Grasser

© TZ ÖSTERREICH/Schöndorfer

Fiona: Jetzt rede ich

Fiona und Karl-Heinz Grasser. In Kitzbühel versteckten sie sich trotz „Buwog & Co.“ nicht. Warum auch? Fiona: „Haben nichts verbrochen!“

Wortmeldung
Das war zu erwarten. Irgendwann musste Fiona Pacifico Griffini-Grasser (46) der Kragen platzen. Ihr Ehemann, Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (42), liegt wegen Buwog & Co. unter medialem und politischem Dauerbeschuss. Sie, die Ehefrau, erlebt alles hautnah mit – und fühlt sich ungerecht behandelt. In ÖSTERREICH nimmt die Kitz-Gallionsfigur jetzt erstmals Stellung zu den Vorwürfen: „Stimmt alles nicht!“

Kitz-Marathon
Während des gesamten Hahnenkammrennens hatte sich Fiona wortkarg gegeben. Beim ersten Auftritt vergangenen Freitag, der ­AUDI-Night in der Tenne, quittierte sie Glückwünsche zu ihrem 46er lapidar mit: „Ich liebe euch alle!“ Auch Grasser, der sie überall hin begleitete, sagte ­wenig. „Rosen, viele, viele Rosen hat sie von mir zum Geburtstag bekommen!“

Der zweite Auftritt vor Journalisten, beim Clubbing Kitz ’N’ Glamour im Grand Tirolia, verlief komplett wortlos. Tags darauf bei Harti Weirathers Kitz Race Night waren die Grassers wieder da. Fast schien es, als hätte Fiona ihren Mann bei der Hand genommen, um zu vermitteln: „Wir verstecken uns nicht.“

„Nichts verbrochen!“
In der Tat bringt es Fiona in ÖSTERREICH auf den Punkt: „Ich gehe mit hoch erhobenem Kopf, weil ich nichts verbrochen habe, wir nichts verbrochen haben! Ich weiß, dass das, was man ihm vorwirft, alles nicht stimmt.“

Aber auch das gibt die Kristall-Lady zu: Die Attacken belasten die Familie. Nur Grasser sei ein Fels. „Ich würde mit diesen Beschuldigungen nicht fertig werden!“

Fiona: „Viele nehmen sich das Leben …“
ÖSTERREICH: Ihr Mann steht unter medialem Dauerbeschuss …
Fiona Swarowski: Was hier geschieht, ist so ungerecht. Ich kenn meinen Mann jetzt schon sechs Jahre und alles, was man ihm vorwirft, stimmt nicht. Er ist eh so stark und er tut mir wirklich leid. Ich liebe ihn über alles. Es ist eine politische Verfolgung gegen ihn im Gange. Jeden Tag bewundere ich ihn dafür, wie er mit dem fertig wird. Ich würde das nicht schaffen, das sage ich ganz ehrlich. Mit diesen Beschuldigungen würde ich nicht fertig werden. Man hat ihn geliebt als Finanzminister, man hat ihn gelobt, jetzt zerstören sie ihn. Leider passiert das auch vielen Filmstars, deshalb gibt es so viele, die sich das Leben nehmen. Weil sie mit der Verfolgung durch die Medien einfach nicht fertig werden. Marilyn Monroe etwa – zuerst gelobt, dann zerstört. Das ist einfach nicht richtig. Auch bei meinem Mann wird nichts herauskommen, ich weiß das.

ÖSTERREICH: Wie belastend ist das für Sie?
Swarowski: Schon sehr, vor allem für uns als Familie und für die Kinder. Das ist schon sehr belastend – weil es wehtut. Wenn jemand etwas angestellt hat, dann ist Verfolgung richtig. Wie jener Typ, der seinen kleinen Buben totgeschlagen hat. So einer verdient Strafe. Mein Mann wird aber zu Unrecht beschuldigt, das finde ich gemein. Ich hoffe, das alle Vorwürfe rasch aufgeklärt werden. Er hat nichts getan, es wird nichts rauskommen – es ist nur mühsam.

ÖSTERREICH: In Kitzbühel strahlten Sie aber pure Lebensfreude aus …
Swarowski: Ich gehe mit erhobenem Kopf, weil ich nichts verbrochen habe. Wir haben nichts verbrochen. Wieso sollte ich mich also verstecken, das sehe ich nicht ein. Diese ganzen Attacken müssen endlich ein Ende haben. Jeden Tag kommt doch was Neues. Wenn’s beim Alten nichts finden, dann sucht man was Neues. Damit man irgendetwas hat. Dieser ganzer Gossip, gegen den sich Menschen wie mein Mann mit Anwälten verteidigen müssen, ist doch verrückt. Das ist wie im Fall Silvio Berlusconi – ob der jetzt mit drei oder fünf Mädchen Sex gehabt hat oder nicht, das ist doch egal, solange die Politik im Lande in Ordnung ist. Man sollte sich auch bei uns mehr auf die Politik konzentrieren und auf die Wirtschaft – diese Hetzjagden bringen doch nichts.

ÖSTERREICH: Nicht jede Voruntersuchung ist gleich eine Hetzjagd …
Swarowski: Es ist auch richtig, dass untersucht wird. Im Fall meines Mannes soll aber endlich ein Abschluss herbeigeführt werden. Ich sage es nochmals – ich liebe ihn, stehe zu ihm. Bei den Untersuchungen wird nichts rauskommen.
 

Autor: Interview: K. Wendl
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