Wer Kitz regiert und abkassiert

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Wer Kitz regiert und abkassiert

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„Besser geht’s nicht“, grinst Fremdenverkehrs-Boss Christian Harisch. „Der Schnee ist perfekt – zwei Meter Pulver. Das Wetter ist genial – Sonne pur. Wir haben endlich das Glück, das wir uns verdient haben – jetzt müssen die Kitzbüheler am Boden bleiben, bei vielen besteht heuer die Gefahr zum Größenwahn. Wir sind alle High Flyer im Moment.“

Der Kitzbühel-Boom hat viele Namen. Da ist einmal Christian Harisch selbst, der Motor des Kitz-Erfolges – er führt die zwei besten Hotels („Schwarzer Adler“, „Weißes Rössl“) in der Stadt und gilt als „Maniac“.
Mit ihm gemeinsam regieren nur ein knappes Dutzend ,Einheimische‘ das High-Society-Paradies:

  • Dr. Klaus Winkler, der ellenlange Bürgermeister,
  • Sepp Burger, der neue Bergbahn-Chef,
  • Klaus Reisch, der Grand Seigneur der Hoteliers,
  • Rudi Sailer, der Legenden-Bruder, der das Skischul-Imperium führt und
  • Hans-Dieter Toth, der erfolgreiche Eurotours-Unternehmer, der die Gäste herankarrt.

Als Adoptiv-Kitzbüheler und Stimmungs-Kanonen im Party-Ort gelten:

  • Fiona Swarovski, die mit ihrem Karl-Heinz für mehr als 10.000 Euro Monatsmiete im mondän renovierten „Unterhirzingerhof“ wohnt.
  • Werner Baldessarini, der legendäre Boss-Boss, der die eigentliche Kitzbühel-Society anführt.
  • Und Harti Weirather, der den Kitz-Erfolg mit seiner Hahnenkamm-Organisation erst möglich macht. Der Ex-Skistar trommelt jedes Jahr für über 30 Millionen die Sponsoren und Gäste für das VIP-Spektakel am Renn-Weekend zusammen.

Kräftig aufgemischt wird Kitz heuer von der sieben Milliarden Dollar schweren Russin Elena Baturina.
Sie hat gemeinsam mit ihrem Gatten – dem Ex-Bürgermeister von Moskau, viele Hundert Millionen Dollar von Putins Russland ins stille Kitz transferiert. Mit dem Geld, um das sich viele Klagen ranken, baute sie das nobelste Hotel in Kitz – das Grand Tirolia, den schönsten Golfplatz und das teuerste und beste Restaurant „Petit Tirolia“.
Im Sog von Baturina überrollen die Russen die Gams-Stadt: Über 40.000 Russen werden heuer im Großraum Kitzbühel Urlaub machen. In vielen Restaurants, aber auch am Lift hört man oft nur mehr Russisch.

Die Russen sind die neuen Regenten von Kitz. Sie haben der legendären München-Mafia, die Kitz bisher als ihren Vorort betrachtete, die Show gestohlen. Von Gourmet-Papst Gerd Käfer bis Uschi Glas, von Veronica Ferres über Christine Neubauer bis zur neu zugezogenen Weltcup-Ikone Maria Riesch reicht die Liste der Münchner Zweitwohnsitz-Promis in Kitz.

Die prominentesten Kitz-Piefkes sind Musik-Millionär Jack White und die deutschen Lugners Robert und Carmen Geissen, die beide auf der Bichlalm residieren und Stammgäste bei Rosi Schipflinger sind – der legendärsten Wirtin.

Heißes Geheimnis: Die Geissens (6,3 Mio.) und White (15 Mio.) haben ihre Häuser zum Verkauf angeboten. Sie sind die ungeliebten „Outsider“ in Kitz. „Wer bitte sind die Geissens oder Geissleins“, spottet Kitz-Zampano Harisch.

Ebenfalls zum Kitz-Outsider wurde der berühmteste Sohn der Stadt: Hansi Hinterseer hat sich mit der Gams-Stadt völlig zerstritten, weil sie ihn um die Förderung seines „Fan-Treffens“ (fast 10.000 Gäste am Hahnenkamm) geprellt und den Streit auch noch öffentlich gemacht hat.

Hinterseer schmollt
Prompt sagte Hinterseer, der in einer Traumvilla auf der Bichlalm lebt, alle künftigen Fan-Events für Kitz ab, tritt in seiner Heimat nicht mehr öffentlich auf, meidet alle Partys.

In Kitz kann ein Jahr nicht herrlich genug sein, als dass hinter den Kulissen nicht die Fetzen fliegen.

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