Blutigste Nacht des Jahres

Grausige Gewalttaten

Blutigste Nacht des Jahres

Es war die blutigste Nacht des Jahres. Innerhalb von sechs Stunden ermordeten zwei Ehemänner in Wien ihre Frauen. Nur wenige Stunden zuvor gab es bei der Polizei in St.Pölten und Wr. Neustadt Mordalarm. In der Landeshauptstadt stach ein 29-Jähriger seine gleichaltrige Frau nieder, in Wr. Neustadt versuchte ein 31-Jähriger aus Eifersucht seine Frau zu erdrosseln. Alle vier Fälle haben eines gemeinsam: Die Kinder der Paare wurden Augenzeugen der Verbrechen.

Messer-Mord in Bankiers-Familie

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Die Wohnung in der Brigittenau ist versiegelt.
© APA

Im 20. Wiener Bezirk, es ist kurz vor Mitternacht: Hier kommt es in der Albert-Stifter-Straße 26 zu einer Tragödie, wie sie in feinen Kreisen nur selten vorkommt. Finanzmanager Christoph G. (34), ein früherer Elitestudent der Johannes Kepler Universität in Linz, gerät mit seiner ebenso erfolgreichen Frau in Streit. Ruxanda G. (36) ist eine attraktive Projektentwicklerin.

Die Auseinandersetzung der Eheleute eskaliert. Die sechsjährige Tochter der beiden wird wach. Das Mädchen muss mit ansehen, wie ihr Papa ein Messer aus der Küche holt und es ihrer Mama im Schlafzimmer in den Körper rammt.

Flucht mit Tochter
Danach fährt der mutmaßliche Mörder mit seiner Tochter ins oberösterreichische Steyr. Hier ist Christoph G. in wohlbehüteten Verhältnissen aufgewachsen. „Ich habe Ruxanda getötet“, gesteht der verzweifelte Manager seinen Eltern. Danach setzt er sich erneut ins Auto, fährt zur Polizeiinspektion in Liezen und legt ein umfassendes Geständnis ab.

Zeitgleich alarmiert sein Vater die Polizei. Eine Einheit der Wega öffnet gewaltsam die Wohnungstür in Brigittenau, findet vor dem Bett im Schlafzimmer die Leiche. Warum die junge Mutter sterben musste, ist noch unklar. Für Christoph G. gilt die Unschuldsvermutung.

Masseur tötet Ehefrau (43)

„Es war klar, was sich abgespielt hat. Alles war voller Blut, die Frau lag am Boden. Der Mann sagte nur: ‚Hilfe, meine Frau.‘“, erinnert sich Mirzet Mahmic. Wegen lauter Schreie eilt er Sonntag um 5.30 Uhr in die Nachbarwohnung, er ist der Erste am Tatort. „Plötzlich griff mich Tayfur auch an, ich hatte Angst“, erzählt der Zeuge gegenüber ÖSTERREICH.

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Wien-Ottakring: Der Eingangsbereich der Wohnung, wo die Tat stattfand, © APA

Minuten vorher stach Masseur Tayfur C. (44) nach einem Streit auf seine Frau (43) ein. Sohn Burak (20) wurde wach, ging dazwischen. Doch der Vater attackierte auch ihn, der Jugendliche wurde schwer verletzt. Auch Tochter Besa (15) bekam alles mit, blieb aber unverletzt. Nachbarn alarmieren die Polizei. Tayfur C. wird festgenommen. Der Notarzt bringt das Opfer ins Spital, wo es wenig später stirbt. Im Haus herrscht Schock: „Ich fuhr mit ihr zur Arbeit, das ist schrecklich“, so Johanna Perl. Für Tayfur C. gilt die Unschuldsvermutung.

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Ermittler bei der Arbeit, © APA

Kleinkind musste Bluttat mit ansehen

Drama auf dem Parkplatz eines Möbelhauses in St. Pölten. Es ist 17.40 Uhr am Samstagabend, als Wassim S. (29) mit seiner von ihm getrennt lebenden Frau Daniela (29) in Streit gerät. Sie sitzen im Auto, im Fonds das gemeinsame Kind (2). Plötzlich zieht der Ehemann ein Messer, stößt es seiner Frau in den Bauch. Motiv: Eifersucht. Daniela S. wird durch eine Not-OP gerettet. Es gilt die Unschuldsvermutung.
 

Eifersucht: Ehefrau mit Kabel gewürgt

Kurz vor Mitternacht gab’s in der gemeinsamen Wohnung in Wr. Neustadt eine Auseinandersetzung zwischen dem Bäckerei-Arbeiter Ramazan Y. (31) und dessen Frau Yildiz (29). In seiner Wut greift der Türke (er hat Betretungsverbot) zu einem Ladekabel, legt es seiner Frau um den Hals und zieht zu. Sie wehrt sich, kann sich befreien, wird aber schwer verletzt. Ihr Sohn (10) alarmiert die Polizei. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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