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Patricia-Schläger in U-Haft

Hassposting gegen Minister bringt Abuu hinter Gitter

Mit gerade einmal 16 Jahren brachte es der Tschetschene Abuu S. zu trauriger Berühmtheit: Im Herbst vergangenen Jahres klickten Millionen ein Facebook-Video an, das ihn gemeinsam mit Freunden beim brutalen Verprügeln der 15-jährigen wehrlosen Patricia zeigte.

Damals sah die Justiz keinen Grund, den Schläger aus dem Verkehr zu ziehen. Als er jetzt jedoch Außenminister Sebastian Kurz bedrohte und aufs Übelste beschimpfte, zogen Staatsanwälte und Richter die Reißleine. Am Samstag wurde die U-Haft über den Problem-Jugendlichen verhängt. Der renommierte Strafrechtler Wolfgang Blaschitz hat die Verteidigung übernommen.

Facebook-Drohungen 
wegen des Burka-Verbots

Prozess. Die U-Haft kam vier Tage vor Prozessbeginn um das Verprügeln von Patricia und wäre ohne die schweren Drohungen gegen den Außenminister und das mediale Gewitter wohl nicht verhängt worden.

Die Drohungen gegen Kurz begründete Abuu S. mit seiner Verärgerung über das Burka-Verbot. Österreich solle sich nicht in seine Religion einmischen. Auf Facebook habe er lediglich von seiner Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht.

Trauma? Blaschitz scheint eine besondere Verteidigungsstrategie für seinen Mandanten vorzubereiten. Er zielt wohl auf einen schweren Verkehrsunfall seines Schützlings im Jahr 2007 ab. Diesen überlebte der Tschetschene nur knapp, bleibende Schäden sollen bei dem Jugendlichen zurückgeblieben sein. Für Abuu S. gilt die Unschuldsvermutung.

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