Natascha Kampusch

Fall Kampusch

 

Natascha Kampusch "erschüttert" über Vater

Die Story von ÖSTERREICH, mit Textpassagen aus dem neuen Buch Missing von Nataschas Vater Ludwig Koch, schlägt hohe Wellen: Am Mittwoch war Natascha in München, um den Film 3096 Tage vorzustellen – doch die Journalisten interessierte nur, was sie von den Anschuldigungen ihres Vaters hält: „Ich bin so erschüttert. Ich werde nachdenken und Spaziergänge machen müssen“, sagte die 25-Jährige, die nichts von der Veröffentlichung gewusst hat.

Vater: „Buch, weil ich sie liebe“
Wie berichtet, geht Ludwig Koch in dem Buch des britischen Autors Allan Hall nicht zimperlich mit ihr um. „Das Mädchen aus dem Keller ist ein Mythos“, heißt es etwa in einem Absatz. Der Vater, der das Buch veröffentlicht, weil er seine Tochter „liebt und wieder zurückwill“, vermutet, dass Natascha nicht die ganze Wahrheit über ihre Beziehung zu Entführer Wolfgang Priklopil gesagt hat. Autor Hall thematisiert, dass Natascha mit der Flucht bis zum 18. Lebensjahr wartete, weil sie nicht in ein Heim oder zu ihrer Familie wollte.

Vater zweifelt
Das Schicksal nahm ihm seine einzige Tochter und fast ist er daran zerbrochen. Jetzt hat Ludwig Koch, der Vater von Natascha Kampusch, erstmals seine Sichtweise des Martyriums veröffentlicht – im Buch Vermisst. Die Suche des Vaters nach Natascha Kampusch von Allan Hall (Das Mädchen im Keller, Das Monster Fritzl). „Die Wahrheit liegt zwischen Natascha und mir. Sie blockiert unsere Beziehung. Ich spreche, weil ich sie liebe und zurück will“, so Koch. Missing birgt viel Sprengstoff: Es geht um die Vertuschung von Aussagen der Zeugin Ischtar A., um die Rolle von Priklopil-Freund Ernst H. (Koch: „Ich will ihn vor Gericht sehen.“) und Nataschas Beziehung zu Priklopil. Koch wirft Natascha vor, nicht ehrlich über die Beziehung zu Priklopil berichtet zu haben und mitschuldig am Tod des Hauptermittlers Franz Kröll zu sein.

"Missing": Die brisanten Passagen

Das Buch „Missing“ von Allan Hall über die Sichtweise von Natascha-Vater Ludwig Koch erscheint Dienstag in London. ÖSTERREICH hat die brisantesten Auszüge:
Über die Beziehung von Natascha zu Entführer Priklopil: „Was sich zwischen Natascha und Priklopil entwickelte, was sie für ihn empfunden hat, das erscheint verschleiert. Polizeibeweise lassen Ludwig Koch glauben, dass sie nicht ehrlich war, wenn sie über ihr Leben mit Priklopil spricht. In späteren Jahren durfte sie in seinem Bett schlafen.“

Über Natascha und das Kellerverlies:
„Der Keller schaut so aus, als wenn in diesem Raum nie jemand für lange Zeit lebte. Das Mädchen aus dem Keller ist ein Mythos. Sie wartete mit ihrer Flucht, bis sie 18 war, weil sie nicht in ein Heim wollte oder zu ihrer Familie zurück.“

Über die Rolle der Zeugin Ischtar A.:
„Ich bin das zweite Opfer der Entführung. Ich weiß, es waren zwei Männer, der zweite blieb die ganze Zeit am Fahrersitz“, wird Ischtar A. zitiert. „Sie haben mich gesehen, sie wissen, ich bin Zeugin. In all den Jahren hatte ich Angst, dass sie zurückkommen, um mich zu holen.“

Über die Rolle von Priklopil-Freund Ernst H.:
Ludwig Koch sagt: „Ernst H. ist der Schlüssel zum Rätsel, das Natascha passierte. Ich will ihn vor einem Gericht sehen, dass er unter Eid erklärt, was er weiß.“ Autor Allan Hall thematisiert: „Warum hatte Ernst H. nur Stunden nach Nataschas Flucht Zutritt zu Priklopils Haus? Warum fragte er: ‚Hat er sie getötet?‘ Warum sagte er in Vernehmungen mit der Polizei, er sei Priklopils Geschäftspartner und nicht bester Freund?

Über den toten Hauptermittler Franz Kröll:
„Ludwig Koch ist einer jener, der glaubt, dass Kröll nicht natürlichen Todes starb. Es wird gesagt, dass er wegen Natascha tot ist. Kröll hat viele Ungereimtheiten in Nataschas Leben als Gefangene aufgedeckt.

VIDEO: Kampusch Welt-Premiere "3093 Tage" in Wien

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Antonia Campbell-Hughes

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Antonia Campbell-Hughes, Regisseurin Sherry Hormann und Schauspieler Thure Lindhardt

Regisseurin Sherry Hormann und Produzent Martin Moszkowicz

Antonia Campbell-Hughes und Thure Lindhardt

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