Nach Giftschlangen-Attacke

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"So biss mich die Gift-Schlange"

Anfangs war es sehr kritisch, ich bin aber über den Berg. Es geht mir gut“, gibt Marco P. (38), Schlangenzüchter und vierfacher Vater, Entwarnung. Drei Tage lang zitterten Familie, Freunde und Reptilien-Liebhaber um sein Leben. Am Sonntag biss Marco eine hochgiftige MacMahon-Viper in den Finger.

Ein lebensgefährlicher Biss
Denn weltweit gibt es kein Gegengift. Mit Glück baut sein Körper mit Medikamenten und Infusionen das Gift selbst ab. Jedoch: „Vielleicht wird der Finger abgenommen, aber mein Hobby gebe ich nicht auf.“ Sachverständiger Georg Jachan: „Der Biss hätte tödlich enden können. Ein Gegengift wird nicht produziert, weil diese Tiere selten sind.“

ÖSTERREICH: Sie sind Sonntag von der hochgiftigen MacMahon-Viper gebissen worden, wie geht es Ihnen jetzt?

Marco P.: Mir geht es wieder gut. Anfangs war es sehr kritisch, ich lag drei Tage lang auf der Intensivstation, jetzt wurde ich verlegt. Es kann sein, dass mir der Finger abgenommen wird, aber ich bin erstmal über den Berg.

ÖSTERREICH: Wie ist es überhaupt zum Biss gekommen?
Marco P.:
Es passierte bei der Fütterung. Die Schlange biss mich in den rechten kleinen Finger. Es war ein Vollbiss, ich hatte einen brennenden Schmerz. Die rechte Hand war angeschwollen.

ÖSTERREICH: Wie wurden Sie behandelt?
Marco P.:
Anfangs durfte ich nichts trinken, weil niemand wusste, wie ich reagiere. Ich bekam Medikamente. Es gab ja kein Gegengift. Hätte ich mit dem Tod gekämpft, hätte ich Serum einer normalen Viper bekommen.

ÖSTERREICH: Wie sicher sind Ihre Terrarien eigentlich?
Marco P.:
Ich halte 80 Schlangen. Es ist ein behördlich bewilligtes Hobby. Alle Fenster sind vergittert, jeder Raum hat eine Schleuse. Nur ich und meine Vertretung haben Zutritt. Alles ist hermetisch abgeriegelt, wie in einem Hochsicherheitstrakt. Kein Tier kann entweichen.

ÖSTERREICH: Ehrlich: Kann man nach diesem schrecklichen Vorfall sein Hobby noch fortführen?
Marco P.:
Auf jeden Fall. Ich gebe mein Hobby nicht auf. Es ist meine Leidenschaft. Die Schlange hat nichts falsch gemacht, ein Risiko ist immer vorhanden.

Autor: Jochen Prüller
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