So tickt Sex-Täter vom Donaupark

"Habe nach junger Frau gesucht"

So tickt Sex-Täter vom Donaupark

„Ich bin an diesem Nachmittag mit der U-Bahn zum Handelskai gefahren.“ Mit dem einzigen Gedanken, „eine junge Frau für Sex zu finden“, streunte der 23-Jährige, der in einer Betreuungseinrichtung in Ottakring untergebracht ist, durch die Gegend. Auf der Donauinsel, wo am Donnerstag die letzten Vorbereitungen zum großen Fest liefen, war ihm zu viel los. Also wechselte er auf die andere Seite der Donau in den Donaupark. Auf der Papstwiese lag in Bikini und mit geschlossenen Augen eine 24-jährige Frau, die die Sonnenstrahlen genoss.

Wie berichtet, spürte die Frau, wie sich plötzlich jemand auf ihren Bauch setzte. Sofort begann er, sich selbst den Hosenbund zu öffnen und sein Opfer zu missbrauchen.

Der Angreifer wusste genau, was er tat: „Ich weiß, dass ich sexuell nicht richtig im Kopf bin, aber ich kann meine Gefühle hier nicht richtig ausleben“, sollte er später überraschend zum Vorwurf der versuchten Vergewaltigung voll geständig sein.

Allerdings blieb dem Burschen, der von vier Passanten (von Student Andi M., einem ein Schüler und einem Schweizer Ehepaar) überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten wurde, auch nichts anders übrig, als zuzugeben, was die Helden, die dem traumatisierten Opfer beistanden, im letzten Moment verhinderten. Es gilt die Unschuldsvermutung. (kor)

Retter: »Nahm Angreifer in den Schwitzkasten«

ÖSTERREICH: Wie hast du das Ganze erlebt?

ANDI M.: Es war komplett surreal. Ich hab auf einer Bank für eine Prüfung gelernt, als ich plötzlich Schreie hörte. Zuerst dachte ich, es käme von einem Pärchen, das Scherze macht, aber dann hab ich sofort realisiert, was hier in Wahrheit abläuft...

ÖSTERREICH: Und weiter?

ANDI M.: Meine Hündin Kelly und ich sind sofort hin. Sie hat aufgepasst und ich hab mich auf ihn raufgestürzt und in den Schwitzkasten genommen. Dann kam ein Schüler dazu, den ich bat, die Polizei zu rufen, und ein Ehepaar kümmerte sich derweil um das Opfer.

ÖSTERREICH: Der Sex-Täter versuchte zu fliehen?

ANDI M.: Ja mehrmals. Als er merkte, dass er nicht wegkommt, versuchte er sich selbst mit dem Kopf an einem Baum zu verletzten, um uns als Angreifer hinzustellen, da war aber dann schon die Polizei vor Ort.

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