Pitbull biss Kind ins Auge

"Demon" galt als Problemhund

Pitbull biss Kind ins Auge

Die kleine Gabriela und ihre Familie fürchteten sich vor Pitbull „Demon“ nicht nur seines gruseligen Namens wegen. Der Vierbeiner ist ein Problemhund, hatte in den vergangenen eineinhalb Jahren drei Besitzer. Selbst sein neues Herrl, der Vermieter von Gabrielas Eltern, wollte den Hund loswerden, bevor etwas passiert. Zu spät.

Vater entriss Gabriela dem rabiaten Kampfhund
Freitagvormittag kam es im burgenländischen Mattersburg zur Katastrophe. Als die 5-jährige Gabriela mit dem Sohn des Hundebesitzers Richtung dessen Wohnung ging, rastete der Pitbull völlig aus und fiel über das Mädchen her. Er biss ihr mehrmals ins Gesicht. Vater Zoran M. (46) war nur wenige Meter von seiner Tochter entfernt und schaffte es, dem Hund sein Kind zu entreißen. Ein Rettungshubschrauber des ÖAMTC brachte die schwer verletzte 5-Jährige ins Wiener AKH. ÖSTERREICH durfte Gabriela nur Stunden nach dem schlimmen Unfall auf der Krankenstation besuchen.

Ärzte geben Entwarnung: Das Kind wird ganz gesund

Dass das Kindergartenkind schon auf seinem Bett herumturnen kann, grenzt an ein Wunder. Denn: Wenn ein Pitbull töten will, tötet er auch.

Im ÖSTERREICH-Gespräch kann Mama Ivanka noch gar nicht fassen, was passiert ist. In blutverschmiertem Gewand beobachtet sie ihre Tochter mit Argusaugen. „Ist wirklich alles in Ordnung mit ihr?“, fragt ihr Blick. Ja, ist es. Die Ärzte im AKH können Entwarnung geben. Gabriela kann voraussichtlich schon am Montag das Spital verlassen. Sie hat die erste Nacht nach dem Unfall gut überstanden. Schmerzmittel und Antibiotika wegen der Infektionsgefahr erhält sie noch über einen Tropf. Und das Wichtigste: Ihr linkes Auge wird keine Schäden davontragen. Die Wunde am Lid wird bald verheilt sein. Es hätte schlimmer kommen können. Andere Kinder, die Opfer von Bissattacken wurden, hatten weniger Glück. Wie die kleine Amelie.

Der Pitbull wird vorerst nicht eingeschläfert

Ungewiss ist dafür die Zukunft von „Demon“. Amtstierarzt Herbert Wildt: „Die nächsten drei Wochen sehe ich mir den Hund genau an, um eine Entscheidung zu treffen. Zu seinem alten Herrl darf er nicht zurück.“ Laut Behörden wird darauf geachtet, dass beim neuen Besitzer keine Kinder wohnen. Denn beim nächsten Mal hat ein Kind vielleicht weniger Glück als Gabriela.

U. Kittelberger, M. Hofer

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