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Video zum Thema Totes Paar in Wien: Mann erschoss Frau auf Straße
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Nächste Bluttat

Schießerei in Wiener Innenstadt: 2 Tote

Kurz vor halb 11 Uhr am Vormittag gellten plötzlich Schüsse durch die Rienößlgasse mitten im Zentrum Wiens bei einem beliebten Bier-Lokal, das gerade mit dem Mittagsgeschäft starten wollte. Ein Zeuge saß am Laptop am offenen Fenster und sah von oben zwei Menschen umfallen und in einer Blutlache liegen. Zwei weitere Zeugen erlebten die schrecklichen Szenen hautnah mit.

Video zum Thema Zwei Tote bei Schießerei in Wieden
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Alles spricht derzeit für eine Beziehungstat eines (Liebes-)Pärchens, das auseinandergegangen war – wobei der spätere Todesschütze, der sich auch selbst richtete, die Trennung nicht verkraftete und sich große Wut in ihm aufgestaut hatte. Die spektakuläre Bluttat inklusive seines eigenen Todes dürfte der Mann genau und eiskalt geplant haben.

Schießerei in Wien-Wieden © TZOe Artner Blick von oben auf den Tatort

Zeugen alarmierten Polizei

Die Tat ereignete sich im Bezirk Wieden. Den Zeugenberichten zufolge gab der Mann mehrere Schüsse auf seine Frau ab, ehe er die Waffe gegen sich selbst richtete. "Ein Taxifahrer dürfte das Geschehen direkt mitbekommen haben, er fuhr durch die Gasse und hat die Tat genau beobachtet", sagte Polizeisprecher Daniel Fürst.

Die beiden Zeugen alarmierten die Polizei, diese wiederum die Rettung. Für die beiden Personen kam jedoch jede Hilfe zu spät, hieß es von der Wiener Berufsrettung. Die Schusswaffe wurde von der Polizei sichergestellt. Nun werde auch überprüft, ob der Mann diese legal besessen habe, so Fürst.

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Zufahrten abgeriegelt

Die Rienößlgasse war nach der Tat komplett gesperrt, auch die Zufahrten wurden von der Polizei abgeriegelt. Medienvertreter und Schaulustige versammelten sich rund um den Tatort. Die Leichen wurden gegen 14.00 Uhr abtransportiert.

Schießerei in Wien-Wieden © TZOe Artner Tat ereignete sich neben Wieden Bräu

Mehrere Schüsse

Wieviele Schüsse genau abgegeben wurden, konnte Polizeisprecher Fürst am frühen Dienstagnachmittag noch nicht sagen. Auch zum Tathergang oder zum Motiv gab es vorerst keine Informationen.

tatort.jpg © Grafik

Eine junge Frau, die in der Nähe des Tatorts wohnt, berichtete von "drei bis vier" Schüssen. Sie wollte zu dem Zeitpunkt gerade einkaufen gehen. "Ich kam runter und die Polizei schrie mich an, dass ich zurückgehen soll. Davor habe ich ein paar Schüsse gehört - aber da wusste ich noch gar nicht, dass es Schüsse sind." Obwohl die Frau sofort wieder umdrehte, sah sie noch "die Leiche des Mannes auf der Straße liegen".

Schießerei in Wien-Wieden © TZOe Artner Polizei-Großaufgebot am Tatort

Ein Bauarbeiter, der während des Vorfalls auf einer Baustelle in der angrenzenden Waaggasse beschäftigt war, sprach von "zwei bis drei Schüssen". Gesehen habe er nichts, berichtete er. "Gehört habe ich auch nichts, keinen Streit oder so", sagte der Mann.

Schießerei in Wien-Wieden © TZOe Artner Wiener Berufsrettung vor Ort

Schule in der Nähe

"Hoffentlich haben die Kinder das nicht gesehen", äußerte sich eine Passantin im Hinblick auf eine nahe gelegene Schule besorgt. "Mir kommt vor, das häuft sich in letzter Zeit", sagte ein anderer Passant, der an der Absperrung der Polizei vorbeiging.

Schießerei in Wien-Wieden © TZOe Artner Polizei sperrte den Bereich großräumig ab

15 Morde in Wien

Laut Polizeiangaben wurden 2018 bereits 15 Menschen Opfer von Tötungsdelikten. Im Vorjahr waren es im gesamten Jahr insgesamt 20 Mordopfer gewesen, 2016 gab es 16 Morde, 2015 waren es 20. Im Jahr 2014 war die Zahl der Tötungsdelikte mit neun die niedrigste in der Bundeshauptstadt seit 1955.

Polizeisprecher: "Mann gab mehrere Schüsse ab"

ÖSTERREICH: In Wien-Wieden sind Dienstag Schüsse gefallen. Was ist passiert?
 
Polizeisprecher Daniel Fürst: Zwei Zeugen haben um 10.20 Uhr unabhängig voneinander die Polizei alarmiert und angegeben, dass ein Mann in der Rienößlgasse mehrfach auf eine Frau geschossen und die Waffe anschließend gegen sich selbst gerichtet hat.
 
ÖSTERREICH: Handelt es sich um ein Ehepaar?
 
Fürst: Wie Opfer und Täter zueinander standen, ist ebenso noch unklar wie die Hintergründe, die zur Tat geführt haben.

Blutiges 2018: Heuer bereits 32 Mordopfer

Es ist eine traurige Bilanz: Mit der Bluttat vom Dienstag sind es bereits 32 Menschen, die in diesem Jahr in Österreich ermordet worden sind. Fast die Hälfte der Täter schlug in Wien zu: 15 Opfer von Tötungsdelikten zählt allein die Hauptstadt. So gewalttätig waren nur die blutigen 80er-Jahre mit bis zu 50 Morden pro Jahr in Wien.
  • Motiv Eifersucht: Die meisten Opfer sind Frauen. Oft spielt Eifersucht eine Rolle, aber auch undefinierte Wut, wie beim jugendlichen Mörder der kleinen Hadishat vor zwei Wochen. Meistens sind es aber Beziehungsdramen.
  • Messer als Mordwaffe: Immer öfter stechen die Täter auf ihre Opfer ein. Zwischen 2007 und 2016 stieg die Zahl der angezeigten Messerangriffe von 189 auf 743, eine Steigerung auf das Vierfache.
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