FPÖ trug Nazi-Symbol im Knopfloch

Nationalrat

 

FPÖ trug Nazi-Symbol im Knopfloch

Zur konstituierenden Sitzung des Nationalrates trugen die Abgeordneten der SPÖ und der ÖVP eine weiße Rose im Knopfloch - das hat inzwischen Tradition bei den Parteien der großen Lager. Die Abgeordneten der FPÖ hingegen trugen neben der üblichen weiß-roten Schleife die Kornblume, die die Symbolik einer Neuausrichtung hin zum nationalen Flügel der FPÖ zum Ausdruck bringen soll.

Um 1800 war die Kornblume zum Symbol einer neuen Natürlichkeit und mit der Mythenbildung um die 1810 jung verstorbene Königin Luise zur "preußischen Blume". Den entscheidenden Anstoß für den Kornblumenkult des 19. Jahrhunderts hatte Luises Sohn, der spätere Kaiser Wilhelm I., gegeben, der in Erinnerung an seine Kindheit die "preußisch blaue" Kornblume zu seiner Lieblingsblume erklärt hatte.

In Österreich war die Kornblume das Symbol der alldeutschen Bewegung von Georg Ritter von Schönerer. Noch heute zeugen in Österreich Namen von Restaurants wie "Kornblumenstüberl" oder von Bauernhöfen wie "Kornblumenhof" von der Gesinnung ihrer Besitzer. Als die NSDAP im Juni 1933 von Kanzler Dollfuß verboten wurde, wandelte sich - da Hakenkreuze und andere NS-Symbole verboten waren - die Kornblume zum Symbol für die Nationalsozialisten.

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