22. Juni 2011 13:13
Die Griechenland-Finanzhilfe werde ohne Erfüllung der Bedingungen durch Athen nicht ausgezahlt, versicherte Bundeskanzler Werner Faymann (S) heute Mittwoch im Hauptausschuss des Parlaments zum EU-Rat, der am Donnerstag und Freitag in Brüssel stattfindet. "Ohne die Erfüllung dieser Bedingungen kann keine weitere Tranche gewährt werden", eine schriftliche Erklärung dazu sei jedoch noch ausständig. Der griechische Premierminister Giorgos Papandreou hat in der Nacht auf heute die Vertrauensabstimmung gewonnen, erinnerte er: "Ich erwarte, dass er erklären wird, wie Griechenland gedenkt die Bedingungen der EU zu erfüllen und in welchem Ausmaß."
"Teufelskreis"
Für Griechenland könne es zwar ein "Teufelskreis" sein, einerseits Sparmaßnahmen und Privatisierungen durchführen zu müssen, während auch Investitionen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums getätigt werden müssten, räumte er ein. Allerdings sei er überzeugt, dass es ohne dies alles nicht gehe. "Ohne Wirtschaftswachstum kann die Einnahmenseite nicht funktionieren", betonte Faymann.
Strache warnt
FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache warnte vor einer Entwicklung der EU in Richtung einer "Europäischen Transferunion". Bei der Griechenland-Hilfe gebe es "falsche Weichenstellungen", die auch zu einem "Milliardengrab" führen könnten. Die Haftungen für den Euro-Rettungsschirm würden die schlimmsten Ahnungen der Öffentlichkeit übersteigen. Griechenland habe die Euro-Kriterien nie erfüllt, eine "Hartwährungsunion" bzw. eine Währungszweiteilung in stärkere und schwächere Volkswirtschaften wäre daher für Strache eine Alternative. Auch mit eigenen Währungen könnten Länder gut fahren, das sehe man an den Beispielen Schweiz, Norwegen und Schweden. Strache forderte die Bundesregierung auf, die Einführung eines permanenten Rettungsschirms, den Europäischen Stabilitäts-Mechanismus (ESM) zu verhindern.
Grüne wollen Fiskalunion
Der Grüne Abgeordnete und außenpolitische Sprecher Alexander Van der Bellen sprach sich für eine Europäischen Fiskalunion aus. Eine Währungsunion ohne zumindest eine Fiskalunion, also eine gemeinsame Steuerpolitik, sei "ein Experiment, das es in der Welt noch nicht gegeben hat". Die EU bräuchte ein "europäisches Finanzministerium", das sei aber derzeit politisch nicht durchsetzbar. Die Überlegungen zur Einführung eines Europäischen Währungsfonds werden von Van der Bellen begrüßt. Die Beteiligung der privaten Gläubiger bei der Schuldenkrise sei aber offenbar zu "schwammig formuliert", da werde nichts herauskommen, fürchtet Van der Bellen. "Hier stehen Hunderte Milliarden auf dem Spiel, die Währungsunion, die ganze Union steht auf dem Spiel", warnte der Grüne.
BZÖ-Chef Josef Bucher ortet hinter der Schuldenkrise ein "Geldkarussell", das gestoppt werden müsse. Wenn keine realen Vermögenswerte mehr gegenüberständen könnte diese "billiges Geld-Politik" nicht funktionieren. Bucher erinnerte an die Worte von Ex-Finanzminister Josef Pröll (V), dass der Europäische Schutzschirm nur aufgespannt, aber niemals schlagend werde. "Heute, ein Jahr später, stellen wir fest dass wir weitere Schirme brauchen". Griechenland sei noch ein "relativ kleines Problem", aber "wenn Italien, Spanien und andere Länder zu husten beginnen", käme es zu einer Lungenentzündung, die er den Euro-Ländern ersparen wolle. Wirtschaftlich starke Länder wie Schweden hätten überhaupt kein Interesse an einem Beitritt zur Euro-Zone, während schwache Länder wie Litauen alle hineinwollten. Die EZB wiederum stehe im Dilemma, dass im Norden Europas die Zinsen eigentlich anzuheben wären, um die Inflation einzudämmen, das würde der Süden aber nicht verkraften.
Ex-Kanzler verweist auf "Wiener Initiative"
Wolfgang Schüssel, Ex-Vizekanzler und außenpolitischer Sprecher der ÖVP, sprach sich gegen eine Europäische Fiskalunion aus. Das würde für Österreich nämlich dazu führen, dass die Steuersätze gesenkt werden müssten, was nicht sinnvoll wäre. Das Recht der Parlamente über das Budget sei ein zentrales Hoheitsrecht, schließlich könnten auch die Parlamente dann verantwortlich gemacht werden, "aber ein europäischer Finanzminister ist überhaupt nicht verantwortlich", meinte Schüssel. Für Griechenland solle eine angepasste "Wiener Initiative" angewendet werden, nämlich eine Beteiligung der privaten Gläubiger, also der Banken. Die Griechen müssten jetzt eine "innere Abwertung" durchmachen wie früher die Letten, dazu würden höhere Steuereinnahmen und Erträge durch Privatisierungen gebraucht. Angesichts erfolgreicher Privatisierungen nicht nur in Österreich sollten die Erfahrungen der ÖIAG oder der deutschen Treuhandgesellschaft den Griechen zur Verfügung gestellt werden, möglicherweise in einer akkordierten europäischen Initiative, regte Schüssel an.
Das veranlasste den SP-Abgeordneten Josef Cap, Schüssel an die Affäre um die Buwog-Privatisierung zu erinnern, wo wegen einer 10-Mio.-Euro-Provision der siegreichen Immofinanz an Peter Hochegger und Walter Meischberger Ermittlungen der Justiz auch gegen Schüssels langjährigen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser laufen. "Wollen Sie den Meischberger nach Griechenland schicken?", ätzte Cap.
um mit den unbeschreiblich ergiebigen Gegengeschäften die Wirtschaft wieder
auf Linie zu bringen-und Alles wird wieder gut!
Ein Aushängeschild für ,Freunderlwirtschaft,Geldverschwendung und Postenschacher einer der bis zum Hals im Roten Sumpf steckt.
Will anderen gute Ratschläge geben.
Wie wenn der Teufel eine Predigt hält.
Die griechen jagen diese regierung davon, und das Geld ist den Bach hinunter geronnen.
Nach Kärtner schauen und die Pappn halten. Wir müßen 20 mal soviel Schulden
für das heruntergewirtschaftete Kärtnen übernehmen, wie für die Griechen.
Da können wir locker noch die Irland, Portugal und Spanien in den Rettungschirm hinzunehmen und zahlen immen noch nicht soviel wie für die Kärtner. So schaut es in
Wirklichkeit aus liebe Freunde der FPÖ...
die versteckten Fähigkeiten der ehemaligen Putzfee-looooool!!!!!!!!!!!
die nächsten bankrotten Bundesländer sind NÖ und STMK.......
wer hat denn hier die Schuld?
Sorry, aber du schreibst einen riesigen Schmarrn.