Griechenlandkrise

Erstes Geld nach Athen fließt in Kürze

Strauss-Kahn: IWF "versucht zu helfen"
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Der Internationale Währungsfonds (IWF) will die Milliardenhilfe für Griechenland "innerhalb einer Woche" freigegeben. Das erklärte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn am Sonntag, nachdem der IWF und die Euro-Länder ein beispielloses Rettungspaket für das südosteuropäische Land vereinbart hatten.

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Die gemeinsame Anstrengung werde zur Stabilität der Gemeinschaftswährung Euro beitragen und somit ganz Europa nutzen, fügte Strauss-Kahn hinzu. Dadurch würden die weltweite Stabilität des Finanzsystems und die Erholung der Weltwirtschaft unterstützt.

Das hoch verschuldete Griechenland soll in den kommenden 3 Jahren Notkredite von bis zu 110 Mrd. Euro erhalten. Das Hilfspaket umfasst bis zu 80 Mrd. Euro von den Euro-Staaten und weitere 30 Mrd. Euro vom IWF. Deutschland muss bis zu 22,4 Mrd. Euro tragen.

Das Rettungspaket für Griechenland von Eurozone und IWF enthält nach Angaben von Vizefinanzminister Philippos Sachinidis 10 Mrd. Euro Unterstützung für griechische Banken, die von der für die kommenden 3 Jahre erwarteten Rezession betroffen sein könnten.

Bei US-Präsident Barack Obama stieß die vereinbarte Hilfe für Griechenland auf ein positives Echo. In einem Telefonat mit dem griechischen Regierungschef Giorgos Papandreou habe Obama zudem das von der Regierung in Athen angekündigte Sparprogramm begrüßt, teilte das Weiße Haus am Sonntag mit.

Neue Streiks in Griechenland

Indessen machen die griechischen Gewerkschaften mobil gegen das Sparprogramm zur Rettung des Landes von dem Bankrott. Am Montag begann ein Streik bei der Müllabfuhr. Am Dienstag und Mittwoch wollen die Beamten in den Streik treten. Am Mittwoch will sich auch die Gewerkschaft der privaten Wirtschaft GSEE anschließen. Die Fluglotsen wollen dann den griechischen Luftraum für 24 Stunden komplett schließen.

Griechenland will bis 2013 im Haushalt 30 Mrd. Euro einsparen. Darauf verständigte sich die griechische Regierung mit dem IWF, der EU-Kommission und der EZB. Das Haushaltsdefizit soll bis 2014 von derzeit 13,6 auf 3 % reduziert werden.

IWF, EU-Kommission und EZB wollen mit 110 Mrd. Euro den Griechen unter die Arme greifen. Dies allerdings nur, wenn Experten der drei Institutionen alle drei Monate die Einhaltung der Sparversprechen prüfen können. Die Gewerkschaften rechneten aus, dass mit den Sparmaßnahmen der Regierung vor allem die Staatsbediensteten zwischen 20-30 % ihres Einkommens verlieren werden.

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