Hochegger: Ein Schloss von Raiffeisen

Causa Buwog-Verkauf

Hochegger: Ein Schloss von Raiffeisen

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„Ich bin ganz entspannt.“ Lobbyist Peter Hochegger gab sich bei seinem dritten Auftritt im U-Ausschuss gelassen. Braungebrannt, ohne Krawatte und lächelnd gab der Lobbyist den Abgeordneten Auskunft über seine Rolle in der Buwog-Vergabe.

Dabei war er auskunftsfreudiger als Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und dessen Ex-Busenfreund Walter Meischberger. Hochegger berichtete, dass er als Gage das steirische Schloss Leopoldstein von Raiffeisen-OÖ (im Immofinanz-Konsortium) angeboten bekommen hatte.

Und zwar als Teil jener 9,9 Mio. €, die Hochegger und Meischberger für den Buwog-Deal erhielten. Ex-Raiffeisen-OÖ-Boss Ludwig Scharinger sagte aber: „Raiffeisen hat keine Provision gezahlt und hat auch keinen Berater gebraucht.“ Doch dann ließ er wissen: Raiffeisen habe das Schloss immer noch.

Gegen Meischi
Hochegger belastete Ex-Partner Meischberger mehrfach: Dieser soll ihm berichtet haben, wie hoch die CA Immo für die Buwog bieten würde. Er, Hochegger, habe diese Informationen an die Immofinanz weitergeleitet und sich für eine zweite Bieterrunde eingesetzt – die dann die Immofinanz gewann. Woher „Meischi“ das gegnerische Angebot hatte, konnte oder wollte Hochegger nicht sagen.

Für Aufsehen sorgte die Aussage, dass es der spätere EU-Kommissar Johannes Hahn (ÖVP) war, der Meischberger an Raiffeisen weiterempfahl. (pli)

Hochegger im ÖSTERREICH-Interview: "Schloss als Honorar geboten"

ÖSTERREICH: Herr Hochegger, Sie haben heute im Ausschuss Meischberger schwer belastet. Wieso?
Peter Hochegger: Ich habe wahrheitsgetreu auf die Fragen der Abgeordneten geantwortet. Ich habe von Meischberger 2004 die Information erhalten, wie hoch das Konsortium, das ich beriet, gehen müsste, um den Zuschlag für die Buwog zu erhalten. Das war meine Aufgabe.

ÖSTERREICH: Sie haben sich nie die Frage gestellt, woher Meischberger diese Zahl kannte?
Hochegger: Nein, denn das war nicht meine Aufgabe.

ÖSTERREICH: Grasser und Meischberger betonen, dass das 960-Millionen-Euro-Angebot der CA Immo damals 50 bis 60 Menschen bekannt war. Sehen Sie das auch so?
Hochegger: Das sind zu viele. So viele Menschen waren nicht informiert, das waren maximal 20 bis 30.

ÖSTERREICH: Ihr Honorar für die Buwog-Vermittlung wäre ursprünglich Schloss Leopoldstein gewesen?
Hochegger: In den Verhandlungen um meine Provision bot mir das Konsortium ursprünglich ein Schloss in der Steiermark an, ich habe aber abgelehnt. Was mache ich mit einem Schloss?

Hier klicken: So turbulent verlief die Befragung von Ludwig Scharinger (Ex-Chef der Raiffeisen Landesbank OÖ) >>

Diashow Hochegger zum 3. Mal vor U-Ausschuss

Lobbyist Peter Hochegger nimmt zu Vorwürfen Stellung

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Autor: (pli)
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