Schul-Begehren: Schon 120.000 Unterstützer

Petition

© Mauritius Images/Male

Schul-Begehren: Schon 120.000 Unterstützer

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Der Ansturm auf das ÖSTERREICH-Schul-Begehren ist ungebrochen: Bereits 120.000 Österreicher haben auf www.oe24.at/schul-begehren für eine neue Schule unterschrieben - und damit die bundesweite Diskussion rund um die Schulreform vorangetrieben. Die Politik steht gehörig unter Druck: Mittlerweile ist auch die ÖVP von ihrer Blockade-Haltung abgerückt und zeigt sich offen für neue, zukunftsweisende Konzepte wie die Neue Mittelschule, die nun flächendeckend kommen soll.

Schul-Begehren fordert eine Bildungs-Milliarde

Der Ärger unter den ÖSTERREICH-Lesern ist groß: Der dringende Wunsch nach einer Ganztagsschule und mehr Investitionen in die Bildung sind die größten Anliegen.

So auch die Forderungen des Schul-Begehrens: eine zusätzliche Bildungsmilliarde, Unterricht von acht bis 15 Uhr, die Senkung der Klassenschülerzahl, zwei Lehrer pro Hauptfach, Förderkurse für Schwächere und Begabte, bessere Arbeitsbedingungen für Lehrer sowie die völlige Entpolitisierung der Schule.

  1. Eine zusätzliche Milliarde jährlich für die Schulen: Die Regierung soll ab 2011 jedes Jahr eine Sondermilliarde für Bildung im Budget einplanen – für Schulneubauten und bis zu 5.000 zusätzliche Lehrer für Förderunterricht.
     
  2. Einführung der Ganztagsschule von 8 bis 15 Uhr: Nach Vorbild Finnlands Einführung einer hochwertigen Ganztagsschule – von Volksschule bis Matura. Beinhaltet kostenloses Essen, Freizeit, Sport, Aufgabenbetreuung, Förderkurse.
     
  3. „Neue Leistungs-Schule“ statt Gesamtschule: Ziel der Schulreform ist die gemeinsame Schule aller 10- bis 14-Jährigen, allerdings nicht als Gesamtschule sondern als leistungsorientierte Mittelstufe. Gymnasium bleibt erhalten.

  4. Kleinere Klassen mit maximal 20 Schülern: In Finnland beträgt die durchschnittliche Schülerzahl pro Klasse 15, in Österreich 25. Als Ziel der Reform soll die Schülerhöchstzahl pro Klasse von Volksschule bis Matura auf 20 gesenkt werden.
     
  5. Jeweils zwei Lehrer pro Klasse in Hauptfächern: Als Zeichen für Leistungsorientierung und Chancengerechtigkeit gibt es in Deutsch, Englisch, Mathe je zwei Lehrer pro Klasse. Einen für begabte Schüler, einen für schwächere Schüler.
     
  6. Eigene Förder-Kurse für Schwächere und Begabte: Zusätzlich zum Regelunterricht wird in „Lern-Clubs“ Förderunterricht angeboten. Als kostenlose Nachhilfe bei Problemen – aber auch als Begabtenförderung für Talentierte.
     
  7. Umbau der alten Schulen zu modernen „Campus“: Alle für Ganztagsbetrieb nicht geeigneten Schulen müssen rasch zu modernen Campusanlagen mit Sportanlagen, Gemeinschaftsräumen und Kreativzentren umgebaut werden.

  8. Bessere Arbeitsbedingungen für LehrerInnen: ALLE LehrerInnen (nicht nur neu eintretende) sollen ein neues Dienstrecht mit mehr Anwesenheit in der Schule, dafür modernen Arbeitszimmern, Laptop und adäquatem Gehalt erhalten.

  9. Reformschwerpunkt auch für Kindergarten und Volksschule: Die Schulreform soll nicht nur die 10- bis 14-Jährigen betreffen, sondern auch den Kindergarten- und Volksschulbereich mit Förderunterricht und Ganztagsschule neu aufwerten.
     
  10. Völlige Entpolitisierung der Schule: Im Rahmen der Schulreform soll jede Form der parteipolitischen Einflussnahme auf Direktorenbesetzung, Lehrer und Standorte ausgeschlossen werden. Die Schulen sollen parteiunabhängig werden.

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