Kanzler und Wolf befetzen sich im TV

ORF-Sommergespräch

© APA

Kanzler und Wolf befetzen sich im TV

Seiten: 12

Wien. Eine malerische ­Kulisse bei Sonnenschein. Malerisch ist das Gartenhotel Altmannsdorf in Wien allemal, aber mit Sonnenschein konnte der ORF im Fall von Werner Faymann (SPÖ) heuer nicht dienen: Man übertrug das Kanzler-Interview als einziges ORF-Sommergespräch Montagabend diesmal live.
Sehr zum Ärger von ORF-Star Armin Wolf, der vor der Sendung Kritik am Terminplan des Kanzlers übte.

Diashow ORF-Sommertalk mit dem Kanzler
 Werner Faymann zu Gast bei Armin Wolf im Gartenhotel Altmansdorf.

Werner Faymann zu Gast bei Armin Wolf im Gartenhotel Altmansdorf.

 Werner Faymann zu Gast bei Armin Wolf im Gartenhotel Altmansdorf.

Werner Faymann zu Gast bei Armin Wolf im Gartenhotel Altmansdorf.

 Werner Faymann zu Gast bei Armin Wolf im Gartenhotel Altmansdorf.

Werner Faymann zu Gast bei Armin Wolf im Gartenhotel Altmansdorf.

 Werner Faymann zu Gast bei Armin Wolf im Gartenhotel Altmansdorf.

Werner Faymann zu Gast bei Armin Wolf im Gartenhotel Altmansdorf.

 Werner Faymann zu Gast bei Armin Wolf im Gartenhotel Altmansdorf.

Werner Faymann zu Gast bei Armin Wolf im Gartenhotel Altmansdorf.

 Werner Faymann zu Gast bei Armin Wolf im Gartenhotel Altmansdorf.

Werner Faymann zu Gast bei Armin Wolf im Gartenhotel Altmansdorf.

 Werner Faymann zu Gast bei Armin Wolf im Gartenhotel Altmansdorf.

Werner Faymann zu Gast bei Armin Wolf im Gartenhotel Altmansdorf.

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  Diashow

ORF-Star an Kanzler: „Von SPÖ am Schmäh gehalten“
„An live stört mich, dass es teuer ist. Und, dass uns SPÖ ganz offenbar mit der Termin-Vereinbarung am Schmäh gehalten hat“, twitterte Wolf in Richtung Kanzler. Doch: Die Misstöne gingen weiter.

Wolf hielt Faymann schwache Umfragewerte in Sachen Durchsetzungskraft vor – der Kanzler konterte: „Es ist eine Schwäche der Demokratie: Man muss Kompromisse suchen.“

Dann wurde es auch noch untergriffig: Warf doch der ORF-Star Faymann vor, bei seinem Lebenslauf geschwindelt zu haben: Faymann habe ein Jus-Studium angeführt – und das sei so, wie bei FPÖ-NR-Präsidenten Martin Graf, der als „Rechtsanwalt“ kandidiert habe. Faymann zeigt sich empört: „In meinem Lebenslauf steht: Jus-Studium nicht abgeschlossen. Vergleichen Sie mich nicht mit einem Herrn Graf!“

Faymann: "Anklage gegen mich ist doch ein Unsinn“
So richtig hart wurde es beim Thema Regierungswerbung: Wolf warf dem Kanzler vor, als Verkehrsminister Inserate für sich auf Kosten der ÖBB geschalten zu haben. Faymann konterte hart – mit einem ORF-Inserat, auf dem Wolf zu sehen ist. „Auch Sie werben in diesen Zeitungen, bitte sehr.“ Und weiter: „Mein Foto ist nicht so groß wie Ihres.“ Faymann wollte nicht sagen, ob er zurücktrete, wenn er angeklagt würde: „Es gibt keine Anklage – das wäre auch ein Unsinn. Irgendwann wird das eingestellt werden.“ Ob er in den U-Ausschuss komme? Faymann: „Das entscheiden allein die Abgeordneten.“

„Darabos muss Entscheid des Volkes umsetzen“
Faymann verteidigte den SPÖ-Schwenk hin zu einem Berufsheer. Ob Darabos bei einem Nein zum Berufsheer zurücktreten werde? Der Kanzler: „Die Entscheidung des Volkes hat der Minister umzusetzen.“

Eher ablehnend äußerte sich Faymann zum Studiengebühren-Vorstoß von Gabi Burgstaller. Kaum zur Sprache kam das Thema Krise: Der Kanzler machte klar, Österreich profitiere von den niedrigen Zinsen diese brächten für das Budget 4 Mrd. € im Jahr.

Die besten Zitate des ORF-Sommertalks mit Kanzler Werner Faymann:

… über die Verlässlichkeit der Politiker: Kompromisse zu machen ist in der Politik wie harte Bretter bohren.
… über das nicht abgeschlossene Studium: Ich habe nie gesagt, dass ich Rechtswissenschaften studiert habe. Es steht nirgends, dass ich es abgeschlossen habe. Ich habe mich niemals als Jurist bezeichnet.
… über sein siebenjähriges Loch im lebenslauf: Zivildienst, Ferialjob – ich war voll engagiert in der Sozialistischen Jugend. Ich hab in dieser Zeit viel dazugelernt. Wenn ich mich heute engagiere, dann hat das Wurzeln in der Vergangenheit.
… über die nähe zur Kronen Zeitung: Es gibt eine enge Verflechtung zwischen Politik und Medien, aber jeder bleibt für sich selbst verantwortlich.
… über die Beziehung zwischen Politik und Medien: Der Boulevard ist so stark, wie ihn der Leser macht.
… zur Inseratenaffäre: Ich habe es nicht notwendig, zu einer Anklage, die es nicht gibt, Stellung zu nehmen. Es gibt nichts Verbotenes beim Inserieren. Für die bezahlte Anzeige bin ich nicht zuständig, Herr Wolf. Das habe ich nicht ausgemacht, wenden Sie sich an die Hherren, die dafür zuständig sind. Ich habe niemanden gebeten, mich einzuladen, aber wenn man mich einlädt, dann stehe ich Rede und Antwort.
… zum Berufsheer: Die allgemeine Wehrpflicht hat sich über die Jahre verändert. Ich bin in dieser Republik nicht mit allen Zuständen zufrieden.
…zum Euro-Rettungsschirm: Es würde Österreich am allermeisten kosten, wenn der Euro zusammenbricht.

 

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Auf der nächsten Seite lesen Sie den Oe24.at-LIVE-Ticker nach.

 

Autor: (gü)
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