Sommergespräch

BZÖ-Chef Bucher bei Armin Wolf

Bucher will Landes-Hauptmann werden

Im Sommergespräch sieht Bucher eine hoffnungsvolle BZÖ-Zukunft.

Josef Bucher hat einen Traum: Er will Landeshauptmann von Kärnten werden. Das sagte er in den ORF-Sommergesprächen, bei denen sich der BZÖ-Chef am Montag als erster Parteiobmann den Fragen von ZIB 2-Anchorman Armin Wolf stellen musste.



„Ich werde in Kärnten Spitzenkandidat des BZÖ, und ich möchte Landeshauptmann werden“, ließ Bucher die Zuseher stilgerecht im Kärntner Trachtenjanker wissen. Sollte das gewagte Vorhaben gelingen, bliebe Bucher in Kärnten, ansonsten würde er zurück nach Wien gehen, um das Bundes-BZÖ zu führen. Allerdings: Kärntens BZÖ liegt in den Umfragen bei drei bis fünf Prozent. Derzeit ist das BZÖ im Kärntner Landtag gar nicht vertreten. Ein Landeshauptmann Bucher ist also unrealistisch.

Bucher: „Strache putzt sich nur an Haider ab!“
Bucher wirkte in dem von Wolf hart geführten Interview zum Teil hölzern und wand sich bei kritischen Fragen, etwa nach Korruption im BZÖ. Über das „politische Vorbild“ ließ er nichts kommen: „Jörg Haider war in seiner Schaffensperiode für mich ein Vorbild, und da gibt es nichts, was mir gegenwärtig irgendwie diese Sicht eintrüben könnte.“ Heinz-Christian Strache wirft Bucher vor, sich bei Haider „abzuputzen“.

Für fragwürdige Geldflüsse an BZÖ-Mann Peter Westenthaler interessiere er sich angeblich gar nicht.

Weiteres Thema des „Sommergesprächs“, waren die Pläne Frank Stronachs, in die Politik zu wechseln. Bucher: „Herr Stronach hat eine sehr beeindruckende Vergangenheit, und wir haben eine hoffnungsvolle Zukunft.“

Dass ein Einzug Stronachs die Existenz des BZÖ gefährdet, glaubt Bucher nicht: „Wir werden wieder in den Nationalrat einziehen, das sagen alle Umfragen, ob Stronach kandidiert oder nicht.“

Josef Bucher ließ sich auf Burg Petersberg in seiner Heimat Friesach in Kärnten interviewen. In einem teils skurrilen Porträt, das Bucher als Fernsehkoch zeigt, wurde sein Weg in die Politik nachgezeichnet. In diesem Jahr werden alle Parteiobleute an Plätzen ihrer Jugend interviewt.

Diashow: Die stärksten Bilder des Tages

 


Damit endet auch der Liveticker. Vielen Dank fürs Lesen.

22:06: ÖSTERREICH-Politikexpertin Deborah Knob analysiert: Fazit: Ein etwas unbeholfener Josef Bucher mit einer Ansage aus dem Reich der Träume: "Ich will Landeshauptmann werden." Klare Worte zur Korrutpion fehlten. Der Film-Beitrag lieferte zum Teil skurile Höhepunkte wie Sepp Bucher als Fernsehkoch. Der Wieder-Einzug in den Nationalrat wird bei einem Antreten von Stronach und den Piraten nach diesem Gespräch auch nicht leichter.

22:03: Damit endet das Sommergespräch mit Josef Bucher, das nächste Mal ist Eva Glawischnig von den Grünen bei Armin Wolf zu Gast.

22:03: Bucher macht dafür ein rotes Umfrage-Institut verantwortlich.

22:02: Seine Einschätzung deckt sich nicht mit den Umfragen, die ihm Armin Wolf präsentiert.

22:02: Seine wichtigsten Eigenschaften sind nach eigener Angabe Ehrlichkeit und Anstand.

21:59: Bucher: Wenn das nicht geht, dann müssten wir zur nationalen Währung zurückkehren.

21:58: Bucher zur Euro-Krise: Ich sage, auf europäischer Ebene muss es auch eine Alternative geben. Die Frage ist, was kostet den Österreicher weniger. Möglich wäre etwa, eine starke Eurozone im Norden zu schaffen

21:56: Bucher: Das BZÖ lässt sich nicht kaufen. Wir werden in den Landtag einziehen, ob Stronach kandidiert oder nicht.

21:55: Bucher über Stronach: Stronach hat Großes geleistet, aber wir werden mit jugendlicher Frische eine andere Politik machen.

21:52: Können Sie den Österreichern erklären, warum man ein BZÖ ohne Jörg Haider braucht?

21:50: ÖSTERREICH-Politikexpertin Deborah Knob analysiert: Landeshauptmann will er also werden, der Sepp Bucher. Der Wunsch ist wohl ins Reich der Träume zu verweisen. Das BZÖ steht derzeit bei drei bis fünf Prozent in den Umfragen. Derzeit ist es im Landtag gar nicht vertreten.

21: 50: Wolf: Das ist laut Umfragen nicht sehr wahrscheinlich.

21: 48: Bucher: Ich werde in Kärnten für den Landeshauptmann kandidieren.

21:46: Wolf: Kein anderer Parteichef hat zwei verurteilte Kandidaten in seiner Partei.

21:37: Bucher: Kein anderer Parteichef hat diese strengen Regeln in seiner Partei.

21:45: Ich bin der Erste, der in Österreich mit Korruption aufräumt, und wenn es eine Anklage gibt, werde ich sofort reagieren.

21:43: Armin Wolf: "In meinem BZÖ werden Personen, die mit Korruption zu tun haben, nicht toleriert haben sie einmal gesagt: Können sie mir erklären, warum sie bei Peter Westenthaler nicht so reagiert haben?"

21:30: Wenn das BZÖ zu Unrecht Geld bekommen hat, wird das BZÖ das Geld zurückzahlen, hat Josef Bucher einmal gesagt, in der Causa Telekom sieht er sich aber nicht dazu veranlasst.

21:26: ÖSTERREICH-Politikexpertin Deborah Knob analysiert: Ein echtes Highlight: Bucher als Fernsehkoch! Das schlägt noch die singende Eva Glawischnig.

21:30: Armin Wolf vergleicht Josef Bucher vom Aussehen her mit Ex-Finanzminister Grasser, und Bucher räumt gewisse Gemeinsamkeiten ein.

21:28: In einer Rückschau wird der Werdegang vom Klassensprecher Josef Bucher zum Politker nachgezeichnet.

21:25: ÖSTERREICH-Politikexpertin Deborah Knob analysiert: Kein idealer Einstige von Bucher. Er ist jetzt schon in der Defensive. Strategie durchschaubar: Nur nichts über Übervater Jörg Haider kommen lassen.

21:20: Bucher: "In seiner Schaffenperiode gibt es nichts, dass hier meine Einstellung (zu Jörg Haider) trüben könnte."

21:18: Bucher: "Welche Millionen sind hier aus Libyen geflossen?

21:06: Josef Bucher hält Jörg Haider nach wie vor für ein politsches Vorbild und bleibt auch nach kritischen Fragen dabei.

21:05: Armin Wolf startet mit Josef Bucher in die Sommergespräche.

BZÖ-Chef Josef Bucher will als Spitzenkandidat seiner Partei bei der kommenden Kärntner Landtagswahl antreten. "Ich werde in Kärnten Spitzenkandidat des BZÖ, und ich möchte Landeshauptmann in Kärnten werden", sagt Bucher laut Vorabmeldung im ORF-"Sommergespräch" am Montagabend. Allerdings will Bucher auch bei der Nationalratswahl im Herbst 2013 als Spitzenkandidat antreten. An seinem "politischen Vorbild" Jörg Haider hält er fest, vor Stimmenverlusten an Frank Stronach fürchtet er sich nach eigenen Angaben nicht.

   Bucher will nur in Kärnten bleiben, wenn er Landeshauptmann würde, nicht aber als Landtagsabgeordneter. Eine Koalition mit der FPK kann sich der BZÖ-Obmann "mit Personen wie Dörfler, Dobernig, dem System Scheuch offen gesagt nicht vorstellen". Der nun mit Korruptionsvorwürfen konfrontierte verstorbenen Landeshauptmann und BZÖ-Gründer Jörg Haider bleibt nach wie vor Buchers Vorbild: "Jörg Haider war in seiner Schaffensperiode für mich ein Vorbild und da gibt es nichts, was mir gegenwärtig irgendwie diese Sicht eintrüben könnte."

   Auch bei der Nationalratswahl 2013 will Bucher als Spitzenkandidat des BZÖ antreten, einen Widerspruch zu seiner Landtags-Kandidatur will er darin nicht erkennen. Angst vor Stimmenverlusten in Richtung Stronach-Partei hat Bucher nach eigenen Angaben nicht und zeigt sich vom Wiedereinzug in den Nationalrat überzeugt: "Herr Stronach hat eine sehr beeindruckende Vergangenheit, und wir haben eine hoffnungsvolle Zukunft. Ich schätze das Lebenswerk des Frank Stronach, er ist heute 80 Jahre alt, und wir werden mit jugendlicher Frische eine andere Politik machen."



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