24. April 2010 14:22
Die Bundespräsidentschaftswahl ist geschlagen. Strahlender Sieger mit
beinahe 80 % der Stimmen ist Amtsinhaber Heinz Fischer. Die Herausforderer
Barbara Rosenkranz (15,6 %) und Rudolf Gehring (5,4 %) sind unter ihren
eigenen Zielen geblieben. Problematisch war die historisch niedrige
Wahlbeteiligung von 49,2 Prozent.
Kandidaten unattraktiv, Ausgang absehbar
Unattraktive Kandidaten
(27 Prozent) und der schon vorher bekannte Wahlausgang (25 Prozent) waren
die wichtigsten Gründe dafür, dass so viele Österreicher ihr Wahlrecht nicht
nützten. Das ergab eine ISA/SORA Wahltagsbefragung im Auftrag des ORF. Die
vergleichsweise noch fleißigsten Wähler waren die Beamten (62 Prozent),
während die in Ausbildung stehenden Wahlberechtigten mit 44 Prozent die
geringste Beteiligung aufwiesen.
Kein Interesse, Protest, Enttäuschung
Weitere wichtige
Gründe für die Wahlenthaltung waren "kein Interesse an der
Präsidentenwahl" (22 Prozent) und "Protest/Enttäuschung"
(19 Prozent). Dass ÖVP und Grüne keine Kandidaten aufgestellt hatten, war
von eher geringer Bedeutung. Nur acht Prozent der befragten Nichtwähler
blieben der Wahlurne fern, weil es keinen ÖVP-Kandidaten gab und nur zwei
Prozent, weil es keinen Grün-Bewerber gab.
Amt des Staatschefs ist "unwichtig"
Noch relativ
wichtig war hingegen die - von 17 Prozent genannten - Meinung, dass das Amt
des Bundespräsidenten unwichtig ist. Zwölf Prozent haben überhaupt wenig
Interesse an der Politik. Für nur fünf Prozent Nichtwähler war der Grund,
dass sie persönlich verhindert waren - und zur drei Prozent empfanden sich
als zu wenig informiert für eine Entscheidung.
Beamte sind fleißigste Wähler
Vergleichsweise noch am
pflichtbewusstesten (Wahlpflicht bestand freilich nirgends mehr) waren die
Öffentlich Bediensteten: 62 Prozent von ihnen gingen zur Wahl - und das war
der absolute Spitzenwert. Arbeiter und Angestellte sowie Hausfrauen und
-männer ("zu Hause") wählten zu 53 Prozent.
Junge am wahlfaulsten
Wenig attraktiv war die Wahl für die
Pensionisten und die Selbstständigen (jeweils nur 46 Prozent). Die geringste
Wahlbeteiligung unter den Berufsgruppen hatten die in Ausbildung stehenden
(44 Prozent). Das zeigt sich auch in den Altersklassen: die 30- bis
60-Jährigen gingen laut der Umfrage zu 53 Prozent zur Wahl, die unter
30-Jährigen und die über 60-Jährigen hingegen zu jeweils nur 47 Prozent.
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Details im Minutentakt.
oe24.at hat den gesamten Wahltag minutengenau beobachtet. Hier der
Live-Ticker zum Nachlesen.
19.07 Uhr: Jetzt steht das vorläufige Endergebnis der
Bundespräsidentenwahl fest (ohne Briefwahl): Heinz Fischer 78,94 Prozent,
Barbara Rosenkranz 15,62 Prozent, Rudolf Gehring 5,44 Prozent. Die
Wahlbeteiligung liegt demnach nur bei 49,17 Prozent.
18.48 Uhr: Das Endergebnis für Wien ist da: In der Bundeshauptstadt
erzielt Fischer ein tolles Ergebnis, er erreicht 82,5 Prozent (das liegt
deutlich über dem Bundeschnitt), Rosenkranz kommt auf Prozent, Gehring
schafft hier überhaupt nur enttäuschende 3,4 Prozent. Die Wahl-Beteiligung
war in Wien schlechter als im Bundesschnitt: In Wien lag sie nur bei 46,2
Prozent.
18.42 Uhr: Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl gratuliert
Fischer zur Wiederwahl: "Heinz Fischer hat die österreichische
Bevölkerung und die heimischen Unternehmen in den vergangenen sechs Jahren
vor allem im Ausland sehr gut vertreten. Ich gratuliere ihm zu seiner
Wiederwahl für eine zweite Amtsperiode als Bundespräsident."
18.27 Uhr: Das Endergebnis für Niederösterreich ist da: Heinz
Fischer erreicht hier 77,8 Prozent, Barbara Rosenkranz kommt in ihrem
Heimatbundesland auf 17 Prozent und Rudolf Gehring erreicht 5,2 Prozent. Die
Wahl-Beteiligung liegt in Niederösterreich mit 59,9 Prozent rund 10 Prozent
über dem Bundesschnitt.
18.17 Uhr: "Ich bin nicht glücklich, aber zufrieden",
meint Barbara Rosenkranz in einem ersten Statement zum Wahlergebnis. Auch
sie spricht von einer "Hexenjagd".
18.15 Uhr: Aus der ÖVP-Niederösterreich wird Kritik an der
Entscheidung, keinen ÖVP-Kandidaten aufzustellen, laut: Für Gerhard Karner
(V) zeigte die "miserable" Wahlbeteiligung und "unglaublich
hohe" Zahl an ungültigen Stimmen, dass Landeshauptmann Erwin Pröll mit
seiner Kritik an der Bundespartei - es sei ein Fehler gewesen, keinen
eigenen Kandidaten aufzustellen - Recht gehabt hatte.
18.10 Uhr: Jetzt liegt auch das Endergebnis für Tirol vor: Hier
bekommt Fischer 80,9, Prozent, Rosenkranz 13 Prozent und Gehring 6,2
Prozent. Die Wahlbeteiligung in Tirol lag nur bei 36,94 Prozent. Fast jeder
dritte Tiroler ging also nicht zur Wahl!
18.03 Uhr: In der neuesten Hochrechnung von ORF/SORA legt Fischer
weiter zu: Er erreicht 78,9 Prozent, Rosenkranz 15,6 Prozent und Gehring 5,5
Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei 48,9 Prozent, allerdings noch ohne
Berücksichtigung der Wahlkarten.
17.56 Uhr: Das Endergebnis für die Steiermark ist da: Fischer kommt
hier auf 78,16 Prozent, Rosenkranz auf 15,95 Prozent und Gehring 5,89
Prozent. Die Wahlbeteiligung lag in der Steiermark nur bei 44,21 Prozent,
weit unter dem Bundesschnitt.
17.53 Uhr: Den Sieg Fischers wollte SPÖ-Chef Werner Faymann nicht
für seine Partei vereinnahmen: "Das ist sein Erfolg". Faymann
wollte auch keine Rückschlüsse auf bevorstehende Landtagswahlgänge ziehen.
Der Bürger wisse sehr gut, zwischen den verschiedenen Wahlen zu
unterscheiden. Auf die niedrige Wahlbeteiligung angesprochen zeigte sich
Faymann vom Koalitionspartner "enttäuscht". Er hätte gehofft,
dass die Volkspartei sich klarer für Fischer ausgesprochen hätte. Einen
Grund für eine Reform des Präsidentamtes sieht Faymann nicht.
17.51 Uhr: Bundeskanzler Werner Faymann (S) hat sich über den
erwarteten Wahlsieg von Bundespräsident Heinz Fischer am Sonntagnachmittag
hocherfreut gezeigt. "Ich freue mich für ihn und für Österreich. Das
ist ein guter Tag", sagte Faymann, der vom Bundeskanzleramt in die
Präsidentschaft unterwegs war, um Fischer persönlich zu gratulieren: "Mein
Herz lacht", so ein glücklicher Kanzler.
17.49 Uhr: Das Endergebnis für Oberösterreich ist eingetroffen:
Fischer kommt hier auf 78,9 Prozent der Stimmen, Rosenkranz erhält 15,3
Prozent und Gehring 5,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag in Oberösterreich
bei 52,15 Prozent.
17.38 Uhr: Vizekanzler und ÖVP-Chef Josef Pröll gratuliert Heinz
Fischer zu seinem Wahlsieg: "Heinz Fischer wurde nach einem themenlosen
Wahlkampf erwartungsgemäß wiedergewählt." Die anderen
Kandidaten seien unter allen Erwartungen geblieben, nun gelte es den Blick
nach vorne zu richten und sich rasch den zentralen Aufgaben der Republik zu
stellen, meinte Pröll in einer Aussendung.
17.29 Uhr: Sozialminister Rudolf Hundstorfer und ÖGB-Präsident Erich
Folgar (beide S) sehen angesichts der historisch niedrigen Wahlbeteiligung
bei der Präsidentschaftswahl das Innenministerium gefordert. Hier müsse man
sich etwas überlegen, die Bevölkerung müsste vielleicht besser informiert
werden, sagten die beiden SPÖ-Politiker in einer ersten Stellungnahme
gegenüber der APA in der Wahlzentrale in der Hofburg.
17:26 Uhr: In Kärnten hat FPÖ-Kandidatin Barbara Rosenkranz bei der
Bundespräsidentenwahl am Sonntag ihr bestes Länder-Ergebnis erreicht,
Amtsinhaber Heinz Fischer hingegen fuhr im südlichsten Bundesland sein mit
Abstand schlechtestes Ergebnis ein. Die Niederösterreicherin kam hier laut
Hochrechnung der ARGE Wahlen von 17.15 Uhr (Auszählungsstand: 50 Prozent)
auf rund 21 Prozent, Fischer erreichte nur 73 Prozent. Christen-Kandidat
Rudolf Gehring kam hier wie auch im Bund auf rund sechs Prozent der Stimmen.
17:16 Uhr: In ihrer Heimatgemeinde Harmannsdorf (zu der ihr
Heimatort Seebarn gehört) erhielt Barbara Rosenkranz 26,17 Prozent der
Stimmen. Amtsinhaber Heinz Fischer kam in Harmannsdorf auf 69,11 Prozent -
2004 hatte die damalige VP-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner das Duell klar
für sich entschieden. Rudolf Gehring erreichte 4,72 Prozent. Die
Wahlbeteiligung lag bei 67,46 Prozent (2004: 85,73 Prozent), ungültig
wählten 9,02
17:14 Uhr: Die Zahl der ungültigen Stimmen ist mit hochgerechneten
sieben Prozent der abgegebenen Stimmen relativ niedrig geblieben - das
bedeutet, dass die Zahl der "Weißwähler" nicht so groß
wie von manchen Beobachtern erwartet ausgefallen ist.
17:13 Uhr: Einen extremen Einbruch gab es bei der Wahlbeteiligung:
Diese ist auf 48,1 Prozent zurückgegangen (2004: 71,60 Prozent).
17:06 Uhr: Gedrückte Stimmung in der FPÖ-Parteizentrale.
Heinz-Christian Strache hatte Barbara Rosenkranz ein Wahlziel von 35 Prozent
vorgegeben, jetzt sind es nur 15,5 Prozent geworden. Strache spricht von
einer "Hexenjagd".
17:04 Uhr: Jubel im Lager von Bundespräsident Heinz Fischer. "Das
ist ein sehr, sehr gutes Ergebnis", sagt Fischers Wahlkampfleiter
Stefan Bachleitner.
17:00 Uhr: DIE ERSTE HOCHRECHNUNG IST DA: Fischer 78,7 Prozent,
Rosenkranz 15,5 Prozent, Gehring: 5,8 Prozent
16:54 Uhr: Heinz-Christian Strache und Barbara Rosenkranz sind in
der FPÖ-Zentrale eingetroffen. Sie warten jetzt auf die erste Hochrechnung.
16:46 Uhr: In einem Wahlsprengel in Oberösterreich - in der Stadt
Schärding am Inn - wurde nur eine einzige (!) Stimme abgegeben. Nach
Rücksprache mit der Landeswahlbehörde entschied die Gemeindewahlbehörde, die
Stimme zu den anderen in der Wahlurne im Bezirks-Seniorenheim zu werfen, um
das Wahlgeheimnis zu wahren.
16:20 Uhr: Noch 40 Minuten bis zur ersten Hochrechnung. Auf oe24.at
sehen Sie die erste Hochrechnung um Punkt 17 Uhr!
15:42 Uhr: Bundespräsident Heinz Fischer hat offenbar noch lange
keine Lust auf die Pension. Seine zu erwartende zweite Amtszeit hält ihn bis
zum Alter von 77 Jahren an der Spitze des Staats.
15:17 Uhr: Die Spannung steigt. Jetzt trennen uns nur noch gut 1 1/2
Stunden von der ersten Hochrechnung.
14:55 Uhr: Regional gibt es offenbar sehr starke Differenzen. Vor
allem im Westen sind die Wähler ausgeblieben. Sowohl in Vorarlberg als
auch in Tirol dürfte nur jeder Dritte zur Wahl gegangen sein - Das sind
deutlich weniger als im Bundesschnitt (knapp unter 50 %).
14:50 Uhr: Die Tiroler legen noch weniger Interesse an den Tag.
Gleich in mehreren Gemeinden sind nicht einmal 20 % der Wahlberechtigten zu
den Urnen geschritten. Österreichweites Schlusslicht war vorerst Hippach im
Zillertal mit 17,6 %.
14:47 Uhr: Die Wiener Landeswahlbehörde hat bis 14.00 Uhr eine
Wahlbeteiligung von 34,5 % registriert. Beim letzten Urnengang ist sie um
die selbe Zeit bei 47,3 % gelegen, also weit höher. Die endgültige
Beteiligung ist in der Bundeshauptstadt damals bei 64,7 % gelegen.
14:37 Uhr: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat seine Wahl
getroffen. Und zwar in der Hainburger Straße im 3. Wiener Gemeindebezirk.
(c) APA
14:25 Uhr: Mit der zu erwartenden Wiederwahl Fischers gäbe es
erstmals unter einer rot-schwarzen Koalition einen aus der SPÖ kommenden
Bundespräsidenten - der allerdings als unabhängiger Bewerber antritt. Bisher
haben die Präsidenten unter SPÖ-dominierten Koalitionen immer der ÖVP
angehört.
13:56 Uhr: Experten schätzen, dass die Wahlbeteiligung noch
niedriger ausfallen dürfte als bisher angenommen. Demnach geht nicht einmal
die Hälfte der Österreicher heute wählen.
13:44 Uhr: Auch in Vorarlberg stellt sich die Wahlbeteiligung als
der große Verlierer heraus. Nach aktuellem Stand sind gerade mal 33 % der
Menschen wählen gegangen.
13:38 Uhr: Niederösterreich meldet aktuell eine Wahlbeteiligung von
62,28 %. Bei der letzten Präsidentschaftswahl sind gut 87 % der
Niederösterreicher zu den Urnen geschritten. Außerdem dürfte die Zahl der "Weißwähler"
rasant gestiegen sein.
13:10 Uhr: Bei sonnigem Wetter haben sich auch die Burgenländer auf
den Weg gemacht, um ihre Stimme abzugeben. Von ihrem Stimmrecht haben aber -
genau wie in den anderen Bundesländern auch - deutlich weniger Bürger
Gebrauch als beim Urnengang 2004.
12:55 Uhr: Auch aus Tirol melden die Wahlbeisitzer keinen
stürmischen Run auf die Urnen. Insgesamt zeichnet sich auch hier eine
geringere Wahlbeteiligung als im Jahr 2004 ab.
12: 48 Uhr: Die Frage, was denn auf den präsidentschaftlichen Tisch
kommen wird, hat er nicht ausführlich beantwortet. Fischer hat nur
versichert, dass Salat dabei sein wird und als Nachtisch Rhabarberkompott
gereicht wird.
12: 46 Uhr: Der Amtsinhaber war übrigens in Begleitung seiner Frau
Margit wählen. Danach haben sich die beiden für einige Stunden ins
Privatleben zurückgezogen, u.a. fürs Mittagessen.
12:42 Uhr: Dem Bundestrend folgend melden auch in Kärnten die
Wahlsprengel einen schwachen Zulauf. Im südlichsten Bundesland wird mit
einer schwachen Wahlbeteiligung gerechnet.
12:36 Uhr: Davor hat Fischer noch schnell das Wiener
Pensionistenheim Schmelz besucht. Grund für die Stippvisite war ein 100.
Geburtstag. Fischer hat es sich nicht nehmen lassen, Karoline Sperlich zu
gratulieren.
(c) APA
12:29 Uhr: Bundespräsident Heinz Fischer ist soeben zur Wahlurne
geschritten - angesichts der Meinungsumfragen mit großer Zuversicht. Er sei "eigentlich
schon entspannt", hat der im hellgrauen Anzug erschienene Amtsinhaber
gemeint. Er hat seine Stimme in seinem Wohnbezirk, der Wiener Josefstadt,
abgegeben.
(c) APA
12:25 Uhr: Die Vorarlberger Wahlhelfer rechnen auch nicht mit dem
unbewältigbaren Ansturm. Auch hier bremst das prachtvolle Wetter den Eifer
der Wähler. Außerdem wird in einigen Gemeinden Erstkommunion gefeiert.
12:12 Uhr: Ein ganz ähnliches Bild bietet sich in der Steiermark. Es
ist strahlend sonnig. Derzeit hat es in Graz fast 19 Grad. Viele Menschen
erscheinen in Sportbekleidung in den Wahllokalen. Offenbar haben sie nach
der Erfüllung ihrer staatsbürgerlichen "Pflicht" noch
vor, das schöne Wetter zu nutzen.
12:03 Uhr: Auch in Oberösterreich hat der Wahlsonntag verhalten
begonnen. Im Vergleich zu anderen Urnengängen war am Vormittag wenig los.
Der herrliche Sonnenschein dürfte dem Eifer der Stimmberechtigten auch nicht
gerade förderlich sein. Zwischenfälle gab es laut Sicherheitsdirektion
vorerst nicht.
11:56 Uhr: Experten zufolge wird die Wahlbeteiligung heute insgesamt
unter 60 Prozent bleiben.
11:35 Uhr: Vorerst kein Ansturm auf die Wahllokale in Wien: Die
Beteiligung lag bis 10.00 Uhr weit unter derjenigen von 2004. Die endgültige
Beteiligung lag damals in Wien bei 64,74 Prozent.
11:18 Uhr: Bundeskanzler Werner Faymann wählte in Wien:
(c) APA
11:09 Uhr: Pröll hat - gut gelaunt - wie immer im Dorfzentrum seines
Heimatortes Radlbrunn im Bezirk Hollabrunn gewählt.
11:05 Uhr: Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (V) hat
ebenfalls am Vormittag seine Stimme abgegeben.
(c) APA
11:03 Uhr: Rosenkranz wollte mit der Bitte um Wahrung ihrer
Privatsphäre keine Statements abgeben. Nur so viel: Es sei ein schöner
Frühlingstag, und er werde gut ausgehen.
10:55 Uhr: "Eines kann ich sagen, die Entscheidung ist mir
leicht gefallen", erklärte Gehring beim Einwerfen des Kuverts mit dem
Stimmzettel.
10:39 Uhr: Rudolf Gehring wählt in Perchtoldsdorf:
(c) APA
10:25 Uhr: Barbara Rosenkranz bei der Stimmabgabe:
(c) APA
10:18 Uhr: Rudolf Gehring von der Christlichen Partei hat sich am
Sonntagvormittag "optimistisch" gezeigt, sein Wahlziel, in eine
Stichwahl mit dem amtierenden Staatsoberhaupt Heinz Fischer zu kommen, zu
erreichen.
10:14 Uhr: Der Auftritt währte nur kurz, Rosenkranz ging gleich nach
dem Urnengang wieder zurück.
10:05 Uhr: Bei der Bundespräsidentenwahl hat die freiheitliche
Kandidatin Barbara Rosenkranz am Sonntag in ihrem Heimatort Seebarn in der
Gemeinde Harmannsdorf (Bezirk Korneuburg) knapp nach 9.00 Uhr ihre Stimme
abgegeben.
09:52 Uhr: Dies wäre mit 17 Prozent der Stimmen geschafft.
09:50 Uhr: Erreichbar scheint das von FPÖ-Kandidatin Barbara
Rosenkranz formulierte Wahlziel. Sie will das bisher beste FPÖ-Ergebnis bei
Bundespräsidentschaftswahlen übertreffen.
09:42 Uhr: Bei seinem Wahlsieg 2004 war Fischer mit 52,39 Prozent im
Duell gegen ÖVP-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner (47,61 Prozent) als Sieger
hervorgegangen.
09:37 Uhr: Umfragen prognostizieren dem Bundespräsidenten bei seinem
zweiten Antreten ein Ergebnis um die 80 Prozent.
09:26 Uhr: Die Zeit bis zur Ergebnisverkündigung verbringen die
Kandidaten großteils im familiären Rahmen.
09:20 Uhr: Bereits in der Früh schreiten FPÖ-Kandidatin Barbara
Rosenkranz und der Kandidat der Christlichen Partei Österreichs, Rudolf
Gehring, zur Urne.
09:06 Uhr: Um Punkt 12.00 Uhr wird Bundespräsident Fischer in der
Josefstadt wählen gehen.
08:55 Uhr: Bis Mittag werden auch die drei Kandidaten von ihrem
Stimmrecht Gebrauch gemacht haben.
08:47 Uhr: Wahlschluss ist um 17.00 Uhr, danach werden erste
Hochrechnungen veröffentlicht.
08:36 Uhr: Zwischen 19.00 und 19.30 Uhr soll das vorläufige
Endergebnis feststehen.
08:29 Uhr: Die Spannung hält sich angesichts der bereits im Vorfeld
fix scheinenden Wiederwahl Heinz Fischers in Grenzen.
08:22 Uhr: Seit 8.00 Uhr haben fast alle Wahllokale geöffnet. Mehr
als sechs Millionen Österreicher sind zur Wahl aufgerufen.
08:20 Uhr: Am Europaplatz in Graz können Wahlberechtigte mit einer
Wahlkarte bereits in den frühen Morgenstunden ihre Stimme für einen der drei
Kandidaten abgeben.
08:15 Uhr: Die Bundespräsidentschaftswahl hat begonnen. Um 5.00 Uhr
hat bereits das erste Wahllokal aufgesperrt.
oe24.at begrüßt Sie herzlich zum Live-Ticker zur
Bundespräsidenten-Wahl! Den ganzen Tag finden Sie hier alle Neuigkeiten rund
um die Wahl minutenaktuell.
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Heute ist es soweit und die Wahlurnen werden geöffnet. Mit oe24 sind Sie den
ganzen Tag über top informiert. Um 8 Uhr startet die Live-Berichterstattung
zur Bundespräsidentenwahl
mit dem großen Live-Ticker – alle Informationen minutenaktuell. Die neuesten
Bilder und Videos zur Wahl – von der Stimmabgabe der Kandidaten bis zu den
ersten Reaktionen – finden Sie zuerst bei uns.
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neuesten Stand und graphisch aufbearbeitet. Auch alle Ergebnisse der
Bundesländer und der 2.358 Gemeinden erfahren Sie auf oe24. Die besten
Analysen können Sie am frühen Abend nach dem vorläufigen Ergebnis nachlesen.
Wer hat wen gewählt? Was sagt die Wahlbeteiligung aus? Unsere Experten
beantworten alle wichtigen Fragen.
Fischer geht es ruhig an
Tagsüber legt es der amtierende
Bundespräsident Heinz Fischer am ruhigsten an: Um 12.00 Uhr geht er in
seinem Heimatbezirk, der Wiener Josefstadt, zur Wahl. Dann gibt es ein
Mittagessen mit der Familie, bevor der Präsident in die Hofburg fährt, wo er
zuerst in seinem Büro die Ergebnisse studiert und dann kurz nach 19.00 Uhr
im Redoutensaal erstmals im TV auftreten wird. Anschließend geht es zur
Wahlparty ins hippe Wiener MuseumsQuartier.
Rosenkranz hört Beethovens 9 Sinfonie
FP-Kandidatin Barbara
Rosenkranz will auch am Wahltag etwas Spektakuläres erleben: Sie wählt
zunächst in ihrer Heimatgemeinde im niederösterreichischen Seebarn, um dann
im Wiener Musikverein den Philharmonikern zu lauschen: Unter dem deutschen
Dirigenten Christian Thielemann geben sie Beethovens 9. Sinfonie – mit
Schillers Ode an die Freude. Passenderweise gibt es auch noch die
Uraufführung des Ruzicka-Werkes „Zurücknehmen“ danach.
Gehring im Tiergarten
Am Samstag besucht Christen-Kandidat
Rudolf Gehring noch den Tiergarten Schönbrunn. Am Sonntag Morgen wählt er
zuerst im heimatlichen Perchtoldsdorf (NÖ), dann feiert er in Wien in der
Residenz Zögernitz.
Geisterwahl droht
Viel Sonnenschein in ganz Österreich, kaum
Regen – und die Temperaturen steigen auf 24 Grad. Der Wettergott meint es
nicht gut mit der Präsidentschaftswahl. Die könnte aufgrund des faden
Wahlkampfs und des Umstands, dass der Sieger mit Heinz Fischer schon
feststeht, zu einer „Geisterwahl“ werden: Konnte das Duell Fischer gegen
Benita Ferrero-Waldner (ÖVP) bei der letzten Wahl 2004 noch knapp 72 Prozent
der Österreicher in die Wahllokale locken – so droht diesmal der totale
Absturz.
Gleich 17 Prozent wollen heute weiß wählen
Laut
ÖSTERREICH-Umfrage sagen zwar 66 Prozent, dass sie heute wählen gehen – 17
Prozent gaben aber an, weiß zu wählen. Bei seinerzeitigen SPÖ-Kandidaten
Rudolf Kirchschläger waren es bei dessen Wiederwahl 1980 nur 7 Prozent, die
weiß wählten.
Interesse an Wahlkarten hält sich in Grenzen
Somit könnte
es heute weniger als 50 Prozent gültige Stimmen geben, wie OGM-Chef Wolfgang
Bachmayer voraussagte. Ein trauriger Negativ-Rekord bei
Bundespräsidentschaftswahlen. Denn: Bekommen die drei Kandidaten weniger als
50 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten, dann sieht Polit-Experte
Thomas Hofer den gewählten Präsidenten – also Heinz Fischer – sowie dessen
Amt sehr wohl als beschädigt an.
Doch genau diese Beschädigung droht jetzt: Obwohl dies die erste
Hofburg-Wahl ist, bei der mit Brief-Wahlkarten gewählt werden kann, hielt
sich das Interesse an den Wahlkarten mehr als nur in Grenzen.
Nur 376.197 Personen (das sind 5,92 Prozent der Wahlberechtigten)
beantragten laut Innenministerium eine Wahlkarte. Das sind zwar etwas mehr
als bei der Bundespräsidentenwahl 2004 – aber deutlich weniger als bei der
Nationalratswahl 2008.