Netto-Zuwanderung 2014 gestiegen

Statistik

Netto-Zuwanderung 2014 gestiegen

Österreich bleibt ein beliebtes Land für Zuwanderung. Im vergangenen Jahr stieg die Netto-Zuwanderung auf 72.324 Personen, berichtete die Statistik Austria am Donnerstag. 2013 war sie bloß bei 54.728 Personen gelegen.

In absoluten Zahlen gab es 170.115 Zuzüge und 97.791 Wegzüge. Dem langjährigen Trend entsprechend waren es die Ausländer, die für das Plus sorgten. Denn bei österreichischen Staatsbürgern war der Saldo auch 2014 negativ. Die Plus/Minus-Statistik bezüglich Ein- und Auswanderung lag bei minus 5.419. Der Wanderungssaldo der nicht-österreichischen Staatsangehörigen belief sich hingegen auf plus 77.743 Personen und war somit deutlich höher als 2013 (+60.720 Personen).

EU-Bürger
62 Prozent des Wanderungsgewinns bei nicht-österreichischen Staatsangehörigen entfiel auf EU-Bürger. Die zahlenmäßig größte Gruppe waren dabei rumänische Staatsangehörige (+12.710 Personen). Den zweitgrößten Wanderungssaldo aller EU-Staaten gab es bei Ungarn (+7.798 Personen), gefolgt von deutschen Staatsangehörigen (+5.562 Personen).

Bei den europäischen Nicht-EU-Bürgern war die größte Gruppe jener der Bosnier (+2.625 Personen), Rang zwei ging an Serbien (+2.543 Personen). Aus dem außereuropäischen Raum ergaben sich die mit Abstand größten Wanderungssalden bei Staatsangehörigen aus Syrien (+7.129 Personen) und aus Afghanistan (+2.709 Personen).

1,1 Mio. Ausländer
Insgesamt lebten mit 1. Jänner dieses Jahres 1.146.078 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich. Dies entsprach einem Anteil von rund 13,3 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Unter den nicht-österreichischen Staatsangehörigen stammte in etwa die Hälfte (570.298 Personen) aus Ländern der Europäischen Union. Die 170.475 Deutschen stellten mit einem Anteil von knapp 15 Prozent die größte Ausländergruppe in Österreich, gefolgt von Türken (115.433) und Serben (114.289).

Auf Ebene der Bundesländer blieb Wien das wichtigste Ziel der internationalen Zuwanderung nach Österreich. Rund 35 Prozent des Wanderungssaldos 2014 (+25.669 Personen) entfiel auf die Bundeshauptstadt. Ebenfalls hohe Wanderungsgewinne aus dem Ausland verzeichneten Oberösterreich (+12.314), Niederösterreich (+10.214) und die Steiermark (+7.549 Personen). Ein Plus gab es in sämtlichen Bundesländern. Innerhalb der Regionen konzentrierte sich die internationale Zuwanderung vor allem auf die Landeshauptstädte und ihre Umländer, in Tirol, Salzburg und Kärnten auch auf touristisch geprägte Regionen sowie im Falle Niederösterreichs auf das südliche Wiener Umland.

Wien ist - angesichts der starken Zuwanderung wenig überraschend - das Bundesland mit dem mit Abstand höchsten Ausländer-Anteil (25,6 Prozent). Dahinter folgt Vorarlberg (15,0). Den geringsten Anteil weist das Burgenland auf (7,3 Prozent).
 

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