SPÖ möchte Glaubwürdigkeit zurück gewinnen

Nach Tirol-Wahl

SPÖ möchte Glaubwürdigkeit zurück gewinnen

Der steirische Landeshauptmann und SPÖ-Chef Franz Voves will nach der "katastrophalen Wahlniederlage" der SPÖ in Tirol "im kleinsten Kreis auf Bundespräsidiumsebene" besprechen, was nun zu tun sei. Dies erklärte der LH im Pressefoyer am Montag nach der Sitzung der Landesregierung. Er habe diesbezüglich bereits Bundesparteiobmann Alfred Gusenbauer gebeten und werde auch noch mit Wiens Bürgermeister Michael Häupl Kontakt aufnehmen. Es gehe um die Glaubwürdigkeit, speziell bei "SPÖ-Kernkompetenzen": "Wir haben uns zu fragen, wie wir sie zurück gewinnen", so Voves.

Gefährlicher Trend
Es sei ein gefährlicher Trend entstanden, den man für die nächste Landtagswahl in Salzburg und auch in der Steiermark zu berücksichtigen haben wird. Gewinnen tue in so einem Fall "jemand Authentischer" wie Fritz Dinkhauser oder die FPÖ. Man müsse rasch handeln und dürfe eine Niederlage nicht schönreden, wie das z. B. die ÖVP tue. "Ich habe das Gefühl, das Messer steckt schon ein bisschen, man darf es sich nicht weiter hineinrennen", so Voves. Auf die Journalistenfrage, ob Kanzler Gusenbauer in Frage stünde, sagte Voves: "Es gibt hier keine Alternative, der Bundesparteiobmann steht nicht zur Diskussion." Einen Termin für Gespräche auf Bundespräsidiumsebene gebe es noch nicht, sagte der steirische SPÖ-Vorsitzende.

"Wir leiden immer noch unter Studiengebühren und Eurofighter", so die Voves-Diagnose. Speziell bei den Themen Gesundheit und Steuerreform müsse die SPÖ ihre Kernkompetenz besser kommunizieren und sich stärker positionieren: "Die 167 Seiten des Koalitionsübereinkommens lassen das durchaus zu."

Menschen vergessen nicht
"Die Menschen vergessen binnen zwei Jahren nichts alles, was passiert ist. Wer das heutzutage noch glaubt, ist psychologisch nicht so gut gesattelt." Er wolle nicht, dass die Bundespartei den Weg der Grazer SPÖ gehe - "da hat auch jemand nicht gehört", so Voves in Anspielung auf den SPÖ-Spitzenkandidaten Walter Ferk, der bei der Gemeinderatswahl im Jänner auf rund 20 Prozent abgestürzt war. Tirol sei nach Graz und Niederösterreich ein ganz klares Signal.

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