TBC-Verdacht im Parlament bestätigt

Weitere Untersuchungen

TBC-Verdacht im Parlament bestätigt

Der Tuberkulose-Verdacht im Parlament hat sich bestätigt. Ein Mitarbeiters der Parlamentsdirektion ist laut Aussendung der Parlamentsdirektion vom Freitagabend tatsächlich an TBC erkrankt. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Mitarbeiter im Plenarsaal des Parlaments weitere Personen angesteckt hat, ist laut Gesundheitsdienst der Stadt Wien (MA 15) aber äußerst gering.

Untersuchungen
Die Ergebnisse der medizinischen Untersuchung des Betroffenen, der sich in stationärer Behandlung befindet, liegen laut Gesundheitsdienst der Stadt Wien seit Freitagabend vor. Die MA 15 wird - wie in solchen Fällen vorgesehen - alle Personen, mit denen der Erkrankte engen beruflichen oder privaten Kontakt hatte, kontaktieren und, wenn notwendig, entsprechende Untersuchungen durchführen, hieß es in der Aussendung der Parlamentskorrespondenz.

Nachdem sich der betroffene Mitarbeiter etwa im Rahmen der Sondersitzung am Dienstag auch zeitweise im Plenarsaal aufgehalten hat, hat die Gesundheitsbehörde am Freitagnachmittag im Parlamentsgebäude entsprechende Erhebungen durchgeführt. In dem sehr großen und luftigen Plenarsaal sei die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung laut MA 15 aber äußerst gering

Erkrankungen rückläufig
In Österreich ist die Zahl der Tuberkuloseerkrankungen seit vielen Jahren ständig rückläufig. 2013 wurden 649 Tuberkulosefälle registriert. Das entspricht einer Erkrankungshäufigkeit von 7,66 pro 100.000 Einwohnern. Die meisten Erkrankungen - 14,5 pro 100.000 Einwohner - wurden in Wien registriert. "Die rückläufige TB-Inzidenz (Neuerkrankungen pro 100.000 Personen und Jahr; Anm.) bei österreichischen Staatsbürgern setzte sich weiter fort, bei Personen mit nicht-österreichischer Staatsangehörigkeit blieb diese stabil", schrieb die Fachgesellschaft der Lungenärzte anlässlich des Welt-Tuberkulosetages 2015. Jahr davor (2014) erkrankten in Wien 141 Personen an ansteckender Tuberkulose.

Tröpfcheninfektion
Tuberkulose wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Befallen TBC-Erreger die Lunge, versucht das menschliche Immunsystem, diese in Schach zu halten. Wenn die Bakterien schlummern, handelt es sich um eine geschlossene Tuberkulose. Ist das Immunsystem schwach, macht sich die Infektion bemerkbar. Dann wird von einer offenen, infektiösen Tuberkulose gesprochen. Ansteckend ist TBC, sobald die Bakterien den Weg in die Bronchien gefunden haben und über die Atemwege abgesondert werden. Eine nicht diagnostizierte offene TBC-Infektion muss nicht tödlich enden, kann jedoch laut Medizinern innerhalb einiger Tage oder Wochen zum Tod führen.

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