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Eklat auf Twitter

Wirtschaftskammer-Funktionär schockt mit Vergleich von SPÖ und Nazis

„Hol dir, was dir zusteht“ – Mit diesem Slogan wollen Kern und seine Sozialdemokraten in den Wahlkampf starten. Zurück zu ihren Wurzeln denkt sich die SPÖ. Einige andere sehen das wohl anders und ziehen drastische Vergleiche, die vielen zu weit gehen.

So zum Beispiel Wirtschaftskammer-Funktionär Christian Ebner. Auf Twitter schreibt er: „Der #HolDirWasDirZusteht Slogan hätte auch perfekt für die NSDAP gepasst“.

Einige User zeigten sich von dieser Aussage schockiert. „Ihr Tweet ist aber sowas von daneben. Übrigens ist es eine Verharmlosung der Epoche in der Österreich nicht existierte“, schreibt beispielsweise Christian Drothler.

Ebner zeigt keine Einsicht und legt sogar noch nach. „Die NSDAP hat Neid auf Juden geschürt, die SPÖ schürt Neid auf Erben und Unternehmer. Auch die Nationalsozialisten waren Sozialisten“.

Anschließend unterbreitet er seine Annahme, dass die Großindustrie die Nazis seinerzeit nicht unterstützt hätten, sondern mit ihnen zurechtkommen mussten. Selbst als andere User ihn auf seine offensichtliche Wissenslücke aufmerksam machen, gibt er nicht nach. „Kommunismus und Nationalsozialismus sind besonders extreme Varianten des Sozialismus“.

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Marcus Franz kommt ins Spiel

Auf die Frage eines Users, ob diese Aussage aus der eigenen Feder stamme oder ob es dazu auch eine wissenschaftliche Quelle gibt, mischt sich schließlich auch noch Ex-Stronach und Ex-ÖVP-Nationalrat Marcus Franz ein. Der mittlerweile wilde Abgeordnete gibt einige Autoren an und leistet sich anschließend auf Twitter wieder einmal einen seiner berühmten Streits. „Wenn der Obertroll auftaucht, vertroll ich mich. Schad um die Zeit“, schreibt ein User auf den Tweet von Franz. Als dieser dann dem User Feigheit vorwarf, und konterte, schrieb Franz: „Weil du feig und ungebildet bist und Angst hast, dass ich dich intellektuell seziere, ohne dass du nur 1 Chance zur Gegenwehr hast“.

Gewehrt hat sich der User vorerst nicht. Es darf bezweifelt werden, das darauf auch noch eine Antwort folgt.

Aber zurück zu Ebner. Der schreibt in der Diskussion über den roten Slogan später noch: „Unsäglich ist der SPÖ-Slogan, der auf den niedrigen Instinkt names Neid abzielt.“

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Wirtschaftskammer distanziert sich - SPÖ fordert Konsequenzen

Auf Nachfrage von Falter-Chefredakteur Florian Klenk, dementiert die Wirtschaftskammer das sie etwas mit Ebner zu tun hätte. "Die WKÖ beschäftigt den Herrn nicht. Er ist gewähltes Mitglied eines Landes-Fachverbandes", heißt es in dem Tweet.

Deutlichere Worte findet SPÖ-Geschäftsführer Georg Niedermühlbichler. In einer Aussendung ließ er ausrichten: "Diese unsägliche Entgleisung von WKÖ-Funktionär Christian Ebner ist eine unentschuldbare Verharmlosung des Nationalsozialismus und ein trauriger Tiefpunkt im bisherigen Wahlkampf. (...) Da sieht man, was Teile der Wirtschaftskammer davon halten, wenn es darum geht, dass der Aufschwung bei allen ankommen muss: gar nichts." Er forderte den Wiener WK-Präsidenten Ruck auf sofortige Konsequenzen zu ziehen.

Arbeit, Pensionen und Steuersenkung

Die SPÖ hat am Freitag ihre ersten Wahlplakate vorgestellt. Zentraler Slogan ist das vom Wahlprogramm bekannte "Holen Sie sich, was Ihnen zusteht", Themen sind Arbeit, Pensionen und Steuersenkung. Hier will die SPÖ auch die guten Wirtschaftsdaten für den Wahlkampf nutzen. Ziel sei es, "dass der Aufschwung, den wir uns gemeinsam erarbeitet haben, auch bei allen ankommt", so Kanzler Christian Kern.

Drei der vier Plakatmotive sind den Themen Arbeit, Pensionen und Steuersenkung gewidmet. "200.000 neue Arbeitsplätze. Holen Sie sich, was Ihnen zusteht", steht da etwa zu lesen. Zu sehen ist in diesem Fall Kern im Gespräch mit Jugendlichen. Weiters zu "holen" gibt es "Sichere Pensionen für Alle" und "Steuersenkung auf Arbeit". Am vierten Plakatmotiv fordert Kern das Publikum mit in Uncle-Sam-Manier ausgestrecktem Zeigefinger direkt auf: "Holen Sie sich, was Ihnen zusteht."

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