Bilderberg-Treffen löst Polit-Wirbel aus

Kanzler sagte ab

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Bilderberg-Treffen löst Polit-Wirbel aus

Die Story verbreitete sich blitzschnell: Websites in Deutschland, Holland, Großbritannien, Spanien, Russland und in den USA übernahmen die ÖSTERREICH-Geschichte, wonach SP-Kanzler Werner Faymann seinen Besuch bei der Bilderberg-Konferenz in Spanien abgesagt hatte.

Kein Wunder: Denn diese alljährlichen informellen Meetings der Bilderberger – einflussreicher Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Co. – sollen eigentlich streng geheim bleiben. Seit 3. Juni sind die rund 150 Bilderberger und ihre Gäste jedenfalls – wie an dieser Stelle berichtet – für fünf Tage in Sitges nahe Barcelonas in einem Luxushotel versammelt. Das Treffen, an dem auch Hollands Königin Beatrix sowie die spanische Königin Sophia teilnehmen, wird von rund 350 Polizisten hermetisch abgeriegelt.

Schon Kreisky war zu Gast
In heimischen Politzirkeln ranken sich Verschwörungsgerüchte, warum Faymann das Treffen – bei dem unter anderem über die Rettung des Euros diskutiert wird – absagte. Dabei nahmen an diesen Konferenzen, die seit 1954 einmal im Jahr stattfinden, immer wieder heimischen Politgrößen teil: 1979 war etwa SP-Kanzler Bruno Kreisky Gast des Bilderberger-Clubs. SP-Kanzler Franz Vranitzky war mehrere Jahre lang dabei. VP-Kanzler Wolfgang Schüssel beehrte die Konferenz einmal, Alfred Gusenbauer zweimal und auch Ex-VP-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein war mal mit von der Partie.

Internationale Politprominenz aus der EU und den USA ist auch dieses Jahr wieder beim Treffen in Spanien. Globalisierungsgegner und rechte Gruppierungen demonstrieren vor dem Hotel.

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