Hotels bewerten nun auch Gäste

Schwarze Schafe

Hotels bewerten nun auch Gäste

Um Leistungen und die Qualität in Hotels weltweit transparent zu gestalten, wurden Portale wie tripadvisor.com ins Leben gerufen. Sehr zum Ärger einiger Hoteliers konnten damit allfällige Schwächen aufgedeckt werden. Nun hat allerdings das britische Portal Guestscan zurückgeschlagen und listet ungebetene Gäste auf. Damit können sich die Hoteliers gegen Gäste, die Handtücher und Aschenbecher stehlen oder gar das Zimmer demolieren, wehren.

Erfahrungen mit Gästen publik machen
Guestscan ist eine Datenbank, die den Hotel- und Bed&Breakfast-Betreibern die Möglichkeit gibt, ihre Erfahrungen mit Gästen publik zu machen. Die Betreiber sehen die Homepage als Gegenbewegung zu den inzwischen zahlreichen Hotelbewertungsportalen. "Denn dort können Gäste ihren Unmut über allfällige Mängel kundtun", erklärt der Pressesprecher Jon Kirk. Ein Blick in den Guestscan ermöglicht den Unterkunftsgebern schon vorab Informationen über allfällige Störenfriede zu bekommen.

Breite Unterstützung der Fremdenverkehrsämter
Fremdenverkehrsämter - etwa jene in Devon und Cornwall - unterstützen die Website. Auch die Polizei sieht darin die Möglichkeiten, kriminellen Handlungen vorzubeugen. Diebstähle in Hotels sind an der Tagesordnung. Erst im Vorjahr klagte der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) darüber, dass Hotelgäste, die am Tag ihrer Abreise das hoteleigene Inventar plündern, allein Deutschland jährlich Schäden in Mio.-Euro-Höhe verursachen. Kritisiert wurde zudem auch, dass es vielen Gästen beim Einpacken von Hoteleigentum an Unrechtsbewusstsein fehle.

Hotelbetreiber wie die Vienna International Hotels stehen solchen Vorstößen wie dem Guestscan kritisch gegenüber. "Rein vom Datenschutzaspekt ist das ein sehr problematisches Feld - vor allem dann, wenn explizit Namen genannt werden", meint Elisabeth Scheiring, Head of Coroprate Communication, im pressetext-Interview.

"Hotelbewertungsportale hingegen sind ein wertvolles Tool für die Hotellerie, um ein Feedback auf breiter Ebene zu erhalten", erklärt Scheiring. Umgekehrt gebe es auch dabei auch immer Raum für jene, die diese Websites mißbräuchlich verwenden. "Davor ist man niemals gefeit", so die Managerin.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden
Top Gelesen 1 / 5
Badeverbot in beliebtem Urlaubsort
Quallen-Alarm Badeverbot in beliebtem Urlaubsort
Kilometerlanges Badeverboit wegen einer Invasion an gefährlichen Quallen. 1
Gift-Quallen: Badeverbote auf Mallorca
Alarm Gift-Quallen: Badeverbote auf Mallorca
Kontakt mit "Physalia physalis" kann bei Menschen extreme Schmerzen verursachen. 2
Super-Mai: So einfach Urlaub verdoppeln
Kalender-Trick Super-Mai: So einfach Urlaub verdoppeln
Frühsommer verwöhnt uns. Im Mai haben Sie die Chance auf besonders viele freie Tage. 3
Quallen: Mallorca hob Badeverbote auf
Tiere auf dem Rückzug Quallen: Mallorca hob Badeverbote auf
Weder die Verantwortlichen noch die meisten Badegäste machen sich allzu große Sorgen. 4
Der Europa-Park im Sommer 2018
Highlights Der Europa-Park im Sommer 2018
Deutschlands größter Freizeitpark sorgt auch bei uns für Urlaubsstimmung. 5
Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum