Horror-Flug MH370 entführt!

Suche nach Jumbo-Jet

Horror-Flug MH370 entführt!

Malaysias Polizei ermittelt bei dem verschwundenen Flugzeug nun offiziell wegen Entführung, Sabotage und Terrorismus. Das sagte Polizeichef Khalid Abu Bakar am Sonntag in Kuala Lumpur vor der Presse. Im Haus des Piloten wurde am Samstag ein Flugsimulator abgebaut und mitgenommen. "Wir haben das Gerät in unseren Büros wieder ausgebaut und Experten untersuchen es jetzt", sagte der Polizeichef. Warum die Durchsuchung erst eine Woche nach dem Verschwinden des Flugzeuges stattfand, beantwortete der Polizeichef nicht. Malaysia-Airlines-Flug MH370 mit 239 Menschen an Bord ist seit dem 8. März verschwunden.

Computer nach verdächtigen Botschaften durchsucht
Die bisher gesammelten Beweise über eine mögliche Entführung des Malaysia-Airlines-Jumbos seien „schlüssig“, so ein Regierungsbeamter in Kuala Lumpur: „Es ist keine Theorie mehr, es ist eindeutig.“ Eine ganze Gruppe mit Flugerfahrung und technischem Detailwissen hätte die Boeing letzten Samstag gekapert - oder die Piloten selbst. Die Polizei stürmte die Wohnung von Kapitän Zaharie Ahmad Shah (53): Es wurden Computer nach verdächtigen Botschaften durchsucht. "Die Beamten haben nach Material gesucht, das bei der Suche nach dem vermissten Flugzeug helfen könnte", sagte ein Polizist. Auch Bodenpersonal, das Kontakt mit der Besatzung vor dem Start von Flug MH370 hatte, wurde vernommen, berichtete am Sonntag eine Polizeiquelle in Kuala Lumpur.

Angst vor 9/11
Die „Breaking News“ ließen die Welt erstarren: Ist der Jumbo gar an einem geheimen Ort gelandet? Könnte er als Waffe eingesetzt werden – wie am 11. September 2001 (3.000 Tote)? Oder leben die Passagiere gar noch? Zuletzt wurde über die Andamanen-Inselkette als geheimen Landeort spekuliert. Luftverkehrsexperte Gerry Soejatman sieht noch keine klaren Motive: „Aber da steckt Planung dahinter, die über 9/11 hinausgeht.“

Geisterflieger
Der Thriller: Entführer oder Piloten hatten nach dem Verlassen des malaysischen Radars und dem Abmelden des Kapitäns („Gute Nacht“, sagte Shah) zuerst das ACAR-System (das Daten über den Flugbetrieb schickt) und 14 Minuten später den „Transponder“ (der die Position verrät) abgeschaltet.

Laut Militärradar drehte MH370 nach Westen, überflog die Insel Penanag. Der Jumbo stieg zuerst auf 13.700 Meter, sank dann auf 7.010 Meter. Gab es einen Kampf im Cockpit?

Nach Norden?
Nach Penang verliert sich die Spur. Ermittler nannten zwei mögliche Routen: Eine führt über Thailand bis nach Kasachstan, eine zweite nach Süden über Indonesien in den Indischen Ozean. Der Jumbo funkte fast sieben Stunden lang noch Signale („Pings“) an Inmarsat-Satelliten. Die Boeing 777-200 könnte noch 5.500 Kilometer geflogen sein. Jetzt läuft seit einer Woche die größte Suche aller Zeiten nach einem Jumbo.
 

Sind
 das die Kidnapper?

MH370 Entführer? © Getty Images
Der Iraner (l.), der dem Salzburger Kozel den Pass raubte, könnte in die Entführung verwickelt sein. (c) Getty Images

Der 19-jährige Iraner Pouria Nour Mohammad Mehrdad (19) ging mit dem in Thailand gestohlenen Pass des Wahl-Salzburgers Christian Kozel an Bord des Phantom-Flugs MH 370.
Sein Kumpel Delavar Seyed Mohammad Reza verwendete von einem Italiener gestohlene Dokumente. Ein Terrorverdacht war vorerst ausgeschlossen worden: Die Männer wollten als Flüchtlinge in den Westen.

Verdächtige haben auf 
Fotos gleiche Beine
Falsch kopiert? Doch dann schürten eigenartige Fotos neuen Verdacht: Auf den Bildern der Überwachungskameras haben die Iraner die gleichen Beine. Die stümpernden Behörden meinten, der Fehler wäre beim Kopieren der Fotos passiert. Angesichts der neuen Entwicklungen soll aber der Hintergrund der beiden Männer nochmals untersucht werden.

 

Experte warnt vor Terror-Supergau

Auch Experten sind angesichts der Fakten unsicher. Nach Einschätzung des unabhängigen Luftverkehrs-Experten Gerry Soejatman etwa ist es derzeit „extrem schwierig“, ein eindeutiges Motiv für eine mögliche Flugzeugentführung zu erkennen.

Aber: „Wenn das Absicht war, haben wir es möglicherweise mit etwas zu tun, das über die Planung von 9

11 hinausgeht“, sagte er mit Verweis auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA.

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