Große Aufregung in Rotterdam: Vor einer Synagoge wurde in der Früh ein Feuer gelegt. Die Polizei spricht von einem mutmaßlichen Brandanschlag. Vier Verdächtige konnten kurz darauf festgenommen werden.
Im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Synagoge in der niederländischen Hafenstadt Rotterdam hat die Polizei vier Personen festgenommen. Am frühen Morgen war vor dem Eingang des Gotteshauses ein Feuer gelegt worden, teilten die Behörden mit. Die Flammen erlöschen jedoch von selbst, verletzt wurde niemand.
- Angriff auf Synagoge: USA in Angst vor weiteren Terror-Anschlägen
- Fahrer rast in Synagoge: Schießerei im Anschluss
Verdächtige nahe weiterer Synagoge gestoppt
Die vier Verdächtigen im Alter von 17 bis 19 Jahren wurden laut Polizei in der Nähe einer anderen Synagoge aufgegriffen. Den Ermittlern war ihr Auto zuvor wegen auffälligen Fahrverhaltens aufgefallen. Ob auch bei der zweiten Synagoge ein Anschlag geplant war, ist derzeit noch unklar.
Jüdische Gemeinde reagiert geschockt
Die Tat löste große Bestürzung in der jüdischen Gemeinschaft aus. Der Vorsitzende der Synagoge, Chris den Hoedt, sprach von einem gezielten Angriff auf eine niederländische Glaubensgemeinschaft. Auch David van Weel erklärte, es handle sich vermutlich um einen Anschlag mit antisemitischem Hintergrund. Die jüdische Gemeinschaft sei bereits länger Ziel von Gewalt und Bedrohungen.
Bürgermeisterin kündigt mehr Sicherheit an
Die Rottendamer Bürgermeisterin Carola Schouten kündigte zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an. In der Stadt sei kein Platz für Antisemitismus, Einschüchterung, Gewalt oder Hass gegen Religionsgemeinschaften, erklärte sie.