UN-Chef Ban Ki-Moon

"Wir alle haben Menschen in Syrien hängengelassen"

Nach der überraschenden Einigung zwischen den Rebellen und der syrischen Regierung über einen Abzug aus dem umkämpften Ost-Aleppo hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zur Solidarität mit den Zivilisten aufgerufen. "Wir alle haben die Menschen in Syrien bisher kollektiv hängenlassen", sagte Ban bei einer kurzfristig einberufenen Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats am Dienstag in New York.

"Der Sicherheitsrat hat seine Hauptaufgabe in Hinblick auf den Erhalt von internationalem Frieden und Sicherheit nicht erfüllt. Die Geschichte wird uns nicht leicht freisprechen, aber dieses Versagen zwingt uns, mehr zu tun, um den Menschen in Aleppo jetzt unsere Solidarität zu zeigen", sagte Ban.

Ban fordert "sofortiges Ende der Gewalt"

Als erstes müsse das "Blutbad" in der Stadt sofort aufhören. Es gebe Berichte über "so bisher nie gesehene Bombardierungen", Hinrichtungen und Zehntausende Vertriebene. Alle Kriegsparteien rief Ban auf, den verbleibenden Zivilisten den Abzug aus der Stadt zu ermöglichen und humanitäre Hilfe hineinzulassen. "Aleppo sollte das Ende des Strebens nach einem militärischen Sieg darstellen, nicht den Beginn einer breiteren militärischen Kampagne in einem Land, das von fünf Jahren Krieg schon verwüstet ist. Die derzeitige Schlacht sollte von einem sofortigen Ende der Gewalt von allen Seiten aus gefolgt werden."

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