Bloomberg regiert weiter New York

Knapper Vorsprung

 

Bloomberg regiert weiter New York

Der parteilose Medienmogul Michael Bloomberg bleibt für eine dritte Amtszeit Bürgermeister von New York. Der 67-Jährige konnte sich in der Nacht zum Mittwoch mit 51 Prozent der Stimmen gegen seinen demokratischen Herausforderer William Thompson (56) durchsetzen, der auf 46 Prozent kam. Für die demokratische Partei von Präsident Barack Obama ist es in der größten US-Metropole die fünfte Niederlage in Folge.

Knapper Vorsprung
Bloombergs Vorsprung fiel allerdings deutlich niedriger aus als erwartet - trotz eines beispiellosen Wahlkampfaufwands von rund 100 Millionen Dollar (68 Millionen Euro). Meinungsumfragen hatten ihm einen Vorsprung von 12 bis 16 Prozentpunkten vorausgesagt.

Enttäuschendes Ergebnis
Wahlbeobachter führten das vergleichsweise enttäuschende Ergebnis auf die Diskussion um eine dritte Amtszeit zurück. Bloomberg hatte darauf gedrängt, trotz gegenteiliger Gesetze nochmals antreten zu dürfen. Nach hitzigen Diskussionen gab der Stadtrat nur mit knapper Mehrheit grünes Licht. Seine Gegner warfen ihm Machtmissbrauch vor.

Multi-Milliardär
Der Multi-Milliardär, der das gleichnamige Medienimperium Bloomberg geschaffen hat, ist erst der vierte Bürgermeister in der Geschichte New Yorks, der eine dritte Amtszeit bekommt. Die Bürger hatten diese Möglichkeit 1993 mit einem Volksentscheid ausgeschlossen und die Regelung drei Jahre später bestätigt.

Bloomberg machte geltend, angesichts der Wirtschaftskrise sei Kontinuität an der Stadtspitze gefragt. Sein Herausforderer, der erste schwarze Rechnungsprüfer der Stadt, warf ihm vor, die Demokratie auszuhebeln.

Kongress-Nachwahl
Der Demokrat Bill Owens hat eine Nachwahl zum Kongress im US-Staat New York gewonnen. Nach Auszählung von knapp 90 Prozent der Stimmen lag Owens mit 49 Prozent vor dem konservativen Kandidaten Doug Hoffman, der auf 46 Prozent kam.

Sieg für Demokraten
Die Wahl im 23. Kongressbezirk im Norden des Staates New York war landesweit mit Spannung verfolgt worden. Der Bezirk gilt traditionell als Hochburg der Republikanischen Partei, den Sitz im US-Repräsentantenhaus hatte seit Jahrzehnten ein Republikaner inne. Allerdings zog sich die eher liberal eingestellte republikanische Kandidatin Dierdre Scozzafava am Samstag aus dem Rennen zurück, nachdem sich einige namhafte Republikaner, unter ihnen die ehemalige Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin, hinter Hoffman gestellt und Scozzafava damit geschwächt hatten. Beobachter werteten die Wahl daher als Zeichen für den Richtungsstreit und die Identitätskrise der Republikanischen Partei.

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