Obama schafft Bush-Screen in Kuba ab

Entspannungs-Politik

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Obama schafft Bush-Screen in Kuba ab

Im Bemühen um entspanntere Beziehungen zu Kuba haben die USA an ihrer Interessenvertretung in Havanna den umstrittenen elektronischen Bildschirm zur Verbreitung von Nachrichten und anderer Botschaften abgeschaltet. Der Bildschirm sei "wirklich nicht effektiv als ein Mittel der Vermittlung von Informationen an das kubanische Volk" gewesen, sagte US-Außenamtssprecher Ian Kelly am Montag (Ortszeit) in Washington. Die Installation habe nicht "den Interessen gedient, eine produktivere Beziehung zu fördern".

Buchstaben ein Meter groß
Abgeschaltet wurde der Bildschirm, auf dem die USA in gut einem Meter großen roten Buchstaben Nachrichten oder Texte wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verbreitet hatten, den Angaben zufolge schon im Juni.

Gegenmaßnahmen Havannas
Nachdem die USA den großen Bildschirm im Jänner 2006 am fünften Stock ihres Büros in Havanna angebracht hatten, installierten die kubanischen Behörden ihrerseits Plakatwände und andere Sichthindernisse, um den US-Bildschirm zu verdecken. Kelly lobte es nun als "positive Geste", dass die Kubaner "einige sehr negative Plakatwände und Wandmalereien rund um die US-Interessenvertretung entfernt" hätten.

Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama vor einem halben Jahr haben sich die Beziehungen zwischen Washington und Havanna deutlich entspannt. Mitte Juli nahmen die beiden Staaten nach knapp sechs Jahren ihren Dialog über Einwanderungsfragen wieder auf. Im April hatte Obama die Beschränkungen für Exil-Kubaner für Reisen und Geldtransfers in ihr Herkunftsland aufgehoben und Havanna einen Neubeginn der beiderseitigen Beziehungen in Aussicht gestellt. Das 1962 verhängte Embargo gegen Kuba halten die USA aber weiter aufrecht.

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