Notrufe

50 Grad im Flieger: Hitze-Alarm an Bord

Ein SunExpress Boeing 737-800 startet vor blauem Himmel.
© NurPhoto via Getty Images
Ein Flug der Airline Sun Express wurde am Sonntag zur Zerreißprobe. Wegen extremer Hitze von über 50 Grad in der Kabine mussten Rettungskräfte ausrücken und Passagiere medizinisch versorgen.
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Eigentlich sollte die Maschine vom Typ Boeing 737 Max 8 am Sonntag von Frankfurt nach Antalya abheben. Doch der Abflug verzögerte sich, während die Passagiere bereits an Bord saßen. In der Folge stieg die Temperatur im Inneren des Flugzeugs dramatisch an. Weil die Lage in der Kabine immer prekärer wurde, wählten mehrere Reisende schließlich sogar den Notruf der Polizei.

SunExpress Boeing 737-800 im Landeanflug bei Sonnenuntergang in Barcelona.
© NurPhoto via Getty Images

Notruf aus der Hitze-Kabine

Laut Berichten herrschten im Flieger Temperaturen von mehr als 50 Grad. Viele Menschen klagten über hitzebedingte Beschwerden. Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei mussten direkt auf dem Vorfeld anrücken. Einige Urlauber verließen das Flugzeug komplett und wurden von den alarmierten Sanitätern medizinisch versorgt. Die Polizei hat mittlerweile Ermittlungen zum Vorfall aufgenommen.

Defekt am Hilfstriebwerk entdeckt

Die Fluggesellschaft Sun Express bestätigte den Vorfall und entschuldigte sich offiziell bei den Betroffenen, berichtet der FOCUS. Als Ursache für die extreme Überhitzung wurde ein Defekt am Hilfstriebwerk (APU) identifiziert. Dieses System stellt am Boden die Stromversorgung sowie die Klimatisierung sicher. Fällt es an heißen Sommertagen aus, heizt sich die Kabine rasch auf.

Konsequenzen nach dem Vorfall

Laut der Airline wurde die Kabine während der Wartezeit mit Getränken versorgt, bevor Crew und Passagiere das Flugzeug verließen. Nach der Behebung des Schadens startete der Flug mit über vier Stunden Verspätung. Die Fluggesellschaft erklärte, die Ereignisse entsprächen "in keinster Weise" dem eigenen Anspruch. Der Ablauf wird nun gründlich geprüft, um die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Zudem kontaktiert das Kundenservice-Team die Fluggäste für weitere Unterstützung.

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