Vier Punkte trennen den Tabellensechsten Ried bereits von den zehntplatzierten Wienern. Während die Austria am Samstag (ab 19.30 Uhr, HIER im Sport24-Liveticker) dringend ein Erfolgserlebnis benötigt, läuft es bei den Gastgebern immer besser. Besonders beeindruckend ist die Heimstärke: Aus den ersten vier Heimspielen dieser Bundesliga-Saison holte Ried sieben Punkte – fünf mehr als im Vergleichszeitraum der Vorsaison. Seit Oktober 2025 feierten die Innviertler zwölf Heimsiege in 18 Ligaspielen inklusive Play-off. Ligaweit gelang in diesem Zeitraum keinem Team mehr.
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Wiedersehen mit Ex-Rieder Sahin-Radlinger
Zusätzliche Brisanz bringt das Wiedersehen mit Samuel Sahin-Radlinger. Der Austria-Keeper stammt aus Ried und steckt mit den Wienern tief in der Krise. Sportchef Tomas Zorn stärkte Trainer Stephan Helm zuletzt zwar den Rücken, ein weiterer Rückschlag würde die Lage aber kaum entspannen.
Vor allem offensiv müssen die Veilchen zulegen: In den ersten acht Runden gelangen ihnen gerade einmal sieben Tore. Johannes Eggestein wartet in der Liga noch auf seinen ersten Treffer. Helm hofft deshalb auf mehr Durchschlagskraft und darauf, dass sich die Arbeit seiner Mannschaft endlich in Ergebnissen niederschlägt. Immerhin: Vier ihrer sieben Saisonpunkte holte die Austria auswärts und traf in 20 ihrer vergangenen 21 Bundesliga-Auswärtsspiele.
Ried will die Austria-Serie knacken
Die jüngste Bilanz spricht allerdings klar für die Wiener. Die Austria gewann die vergangenen fünf Duelle mit Ried und entschied auch beide Begegnungen der Vorsaison für sich. Den letzten Rieder Sieg gegen die Veilchen gab es im Juli 2021 mit einem 2:1 vor heimischem Publikum.
Auch offensiv sind die Innviertler derzeit verlässlich: Ried traf in jedem seiner ersten acht Ligaspiele – erstmals in der Vereinsgeschichte über eine komplette Bundesliga-Saisonphase hinweg. 13 Tore in diesem Zeitraum gab es zuletzt 2013/14. Gleichzeitig kassierte Ried gegen die Austria in den vergangenen 19 Bundesliga-Duellen insgesamt 45 Gegentore.
Die Vorzeichen versprechen damit ein Duell zweier Teams mit ganz unterschiedlichen Trends: Ried ist im Aufwind, die Austria sucht nach Stabilität. Gelingt den Innviertlern der nächste Heimsieg, könnten sie einen Konkurrenten im Kampf um die Top sechs deutlich distanzieren.
Mögliche Aufstellung:
Ried: Leitner - Rossdorfer, Chukwudi, Steurer, Pomer - Rasner, Maart, Schwab - Bajic, Aisowieren, Rhodes
Austria: Sahin-Radlinger - Handl, Dragovic, Buhari - Ranftl, Fischer, Müller, Markovic, Lee T. - Boateng, Eggestein
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