Sparkurs

Bei VW-Tochter Cariad sollen 1000 Jobs wegfallen

Die VW-Tochter Cariad bereitet 1000 Kündigungen vor.
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Kaum ein Tag ohne neue Krisen-News: Die Softwaretochter Cariad, einst als Herzstück von Volkswagens digitaler Zukunft verkauft, steht vor dem nächsten Schnitt - 1000 Stellen sollen wegfallen, das sind knapp ein Viertel der noch etwa 4300 Beschäftigten.
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Die Belegschaft erfuhr davon am Mittwoch auf einer Betriebsversammlung, berichtet das Handelsblatt. Zeitplan und die Instrumente sind offen, Tarifverträge wurden jedenfalls gekündigt, verhandelt werden soll mit den Arbeitnehmervertretern. Ein Sprecher wollte sich nicht äußern.

VW-Konzern kündigte zehn Tarifverträge

Die Begründung für die Kündigungen: Cariad müsse gegen externe Softwareanbieter wettbewerbsfähig bleiben. Ein internes Papier, aus dem das Handelsblatt zitiert, liefert dazu die Zahlen: Von 2027 bis 2031 sollen die Investitionen um 6,1 Milliarden Euro sinken. Zu Beginn des nächsten Jahrzehnts soll die Tochter weitere 400 Millionen Euro zum operativen Konzernergebnis beisteuern. Ein genaueres Konzept, womöglich mit verändertem Aufgabenzuschnitt, soll bis Ende Dezember vorliegen. Besonders unter Druck stehen nach dem Bericht etwa 500 Stellen aus der im Sommer beendeten "Automated Driving Alliance" mit Bosch.

Der Schnitt ist kein Einzelfall. Ende 2023 arbeiteten bei Cariad noch 6500 Menschen. Die bisherigen Runden liefen über Abfindungen und Vorruhestand; betriebsbedingte Kündigungen waren zuletzt bis 2029 ausgeschlossen. Parallel kündigte die Volkswagen AG am selben Mittwoch zehn Haustarifverträge, darunter den Manteltarif. Der Aufsichtsrat hatte den Zukunftsplan 2030 Anfang September noch ohne feste Cariad-Stellenzahl beschlossen. Der Plan sieht Milliardenkürzungen in der Entwicklung und den Abbau Zehntausender Stellen im Konzern vor.

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