Welt-Analyse

Berlin-Siegerin zwischen Islam & Sozialismus

KW
Frau mit Blumenstrauß vor rotem Hintergrund mit "Die Linke"-Logo.
© Getty Images
Elif Eralp‘s große Nähe zu Clan-Chefs & Israel-Feinden
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Berlin. Linken-Chefin Elif Eralp, 45, hat die Berlin-Wahl klar gewonnen: 25,7 Prozent erzielte die Anwältin, ein Triumph. Im Wahlkampf hat sie offen ihre Identität als Tochter von Migranten gezeigt. Ihre Eltern flohen 1980 nach einem Militärputsch aus der Türkei, sie kam in München zur Welt, studierte Jura, hat zwei Kinder, übersiedelte nach Berlin. Im Wahlkampf sprach sie oft türkisch.

Warnung vor rot-rotgrüner Koalition

Von Beginn an setzte sie auf "leistbares Wohnen". Vergleiche mit KPÖ-Bürgermeisterin Elke Kahr in Graz drängen sich auf. Andere sehen politische Ähnlichkeiten mit dem New Yorker Bürgermeister Zohran Madani.

Nach ihrem Wahlsieg hat Eralp klar signalisiert, dass sie Bürgermeisterin werden will. Gemeinsam mit Grünen und der SPD hätte sie auch eine ausreichende Mehrheit. Erstmals könnte die deutsche Hauptstadt somit von einer Frau mit migrantischen Wurzeln regiert werden.

Doch Eralp hat ein Problem: Dutzende Mitglieder in ihrer Partei zeigten während des Gazakrieges offen Sympathien für die Terrororganisation Hamas. Im Bezirk Neukölln trat etwa der Rapper Dahabflex mit dem Song "Stop the Genocide", auf in dem es heißt: "Yalla Yalla Intifada" und "Death to the IDF (Tod der israelischen Armee)".

Menschen mit roten Fahnen und Transparenten nehmen an einer Protestkundgebung in Berlin teil.
© APA/AFP/JOHN MACDOUGALL

Mafia-Paten jubelten mit den Wahlsiegern

Auf der Wahlparty nach dem Berlin-Sieg feierte der propalästinensische Aktivist Ibrahin Ibrahim. Für ihn sind bis heute Hamas-Führer "Märtyrerhelden". Fotos zeigen ihn mit dem Neuköllner-Linke Bundestagsabgeordneten Ferat Kocak, der wiederum direkten Kontakt zu Clan-Chefs hat.

Issa Remmo, Oberhaupt des mächtigen Remmo-Clans, tauchte ebenfalls auf einer Linken-Wahlparty auf. Mitgliedern des Remmo-Clans werden unter anderem Raub, Erpressung und Millionen-Einbrüche vorgeworfen.

Doch nicht nur die Nähe zu Israel-Hassern hinterlässt bitteren Beigeschmack. Auch ihre Pläne, Immobilienkonzerne per Landesgesetz in "öffentliches Eigentum" umzuwandeln, sorgen für Entsetzen.

So warnte der frühere deutsche Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) seine eigene Partei vor einer Koalition mit der Linken: "In der DDR sind Wohnung und Häuser verstaatlicht worden – das Ergebnis konnte jeder 1989 sehen…." Und: "Ausgerechnet in der deutschen Hauptstadt eine Partei in die Regierung zu bringen, die mit Antisemitismus in den eigenen Reihen nicht fertig wird, ist verantwortungslos".

Ähnlich scharf auch Cem Ödemir, seit Mai grüner Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Er warnt: "Bestimmte Kräfte in der Linkspartei dürfen einfach nicht in die Nähe der Macht kommen". Nach der Brandmauer gegen Rechts in Sachsen-Anhalt (siehe Interview unten), gibt’s nun auch die Brandmauer gegen Links.

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