Bei der Entwicklung KI-gesteuerter Roboter gehört Deutschland einer Studie zufolge weltweit zur Spitzengruppe. Beim umfassenden Einsatz dieser Technologie hapere es aber noch, ergab eine am Montag veröffentlichte Erhebung des Marktforschungsunternehmens Strand im Auftrag des Cloud-Anbieters Amazon Web Services (AWS).
Sensoren, Maschinen, Roboter
Sogenannte Physische KI verbindet KI-Modelle mit Sensoren, Maschinen oder Robotern und soll Systeme in die Lage versetzen, die reale Welt eigenständig wahrzunehmen und auf dieser Grundlage zu entscheiden und zu handeln. Knapp ein Viertel aller deutschen Startups arbeite an sogenannter Physischer KI, hieß es im Bericht "AI Gets Physical: The Global Startups Readiness Index". In den USA, Japan oder Südkorea liege die Quote lediglich bei rund 20 Prozent.
Auch interessant
Zögernde Kunden bremsen Wachstum bei Startups
"Deutsche Startups bewerten ihr Land zudem am häufigsten als einen der besten Orte weltweit für diese Technologie", heißt es in dem Bericht weiter.
Deutschland schneide bei allen fünf Kriterien, die für den Einsatz Physischer KI entscheidend sind, überdurchschnittlich ab.
Dazu gehören:
- Arbeitskräfte und Kompetenzen
- sowie Lieferketten,
- Kapital,
- Regulierung und
- Marktreife.
- Im Bereich Arbeitskräfte und Kompetenzen belege Deutschland nach Einschätzung der rund 4.400 Befragten aus 20 Staaten sogar die Spitzenposition.
Dennoch zögerten potenzielle Kunden mit Bestellungen und bremsten das Wachstum der Startups, betonten 70 Prozent der Befragten. Lediglich 26 Prozent betrachteten ihre jeweilige Volkswirtschaft als bereit für den Einsatz Physischer KI. Dies werde sich jedoch mittelfristig ändern.
Mehr als drei Viertel prognostizierten, dass diese Technologie innerhalb der kommenden fünf Jahre in ihrer jeweiligen Branche zum Standard werde.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden