Hormuz-Eskalation
Droht jetzt der nächste Spritpreis-Wahnsinn?
Die USA haben als Reaktion auf Attacken auf Öltanker in der Straße von Hormuz am Dienstag eine Ausnahmegenehmigung zum Verkauf von iranischem Öl widerrufen. Die Ölpreise zogen daraufhin deutlich an, die Nordseesorte Brent und die US-Sorte WTI verteuerten sich nachbörslich um jeweils mehr als drei Prozent. Ein US-Regierungsvertreter bezeichnete das Vorgehen des Irans als völlig inakzeptabel und warnte vor Konsequenzen. Eine Stellungnahme aus Teheran lag zunächst nicht vor.
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Außerdem bekannte sich niemand zu den Angriffen. In den vergangenen Tagen waren nach Angaben der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO drei Tanker in und nahe der strategisch wichtigen Meerenge von unbekannten Projektilen getroffen worden.
Die jüngste Eskalation gefährdet die diplomatischen Bemühungen zwischen Washington und Teheran. Beide Seiten arbeiten an einem Abkommen, das eine Einschränkung des iranischen Atomprogramms im Gegenzug für eine Lockerung von Sanktionen vorsieht. Trotz der Spannungen setzten die Unterhändler ihre Arbeit an einer endgültigen Einigung ernsthaft fort, erklärte der US-Vertreter weiter.
Durch die Straße von Hormuz zwischen dem Iran und dem Oman wird etwa ein Fünftel des weltweit verbrauchten Öls verschifft. Für den Iran sind die Ölexporte, die in den vergangenen Jahren trotz bestehender Beschränkungen vor allem nach China ausgeweitet wurden, eine der wichtigsten Einnahmequellen.
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