Katar-Geschenk

Trump fliegt zum ersten Mal mit neuer Air Force One

US-Präsident spricht zur Presse vor Air Force One auf dem Rollfeld mit Crew und Journalisten.
© APA/AFP/SAUL LOEB
US-Präsident Donald Trump ist erstmals mit der neuen Präsidentenmaschine Air Force One geflogen - einem umstrittenen Geschenk des Emirats Katar.
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Die USA sollten "sehr stolz darauf sein", das Flugzeug sei "wunderschön", sagte Trump am Mittwoch auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews bei Washington vor dem Jungfernflug in den Bundesstaat North Dakota. Die oppositionellen Demokraten sprechen von "Bestechung", aber auch von Trump-Anhängern kam Kritik.

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Jungfernflug von Trumps neuer Air Force One


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Die Luxus-Boeing 747 habe die US-Steuerzahler "ziemlich wenig" gekostet, sagte Trump weiter. Sie hätten lediglich die sicherheitstechnische Aufrüstung "auf präsidiales Niveau" bezahlt, sagte er, ohne eine Summe zu nennen. "Offen gesagt könnten wir ein Flugzeug wie dieses gar nicht bauen, weil wir nicht bereit wären, das nötige Geld auszugeben", fügte er hinzu.

Eine große Boeing 747-8 der US-Regierung steht mit Treppen und Personen am Rollfeld.
© APA/AFP/SAUL LOEB

Trump hatte das Flugzeug zuvor als "fliegendes Weißes Haus" bezeichnet und als "das luxuriöseste Flugzeug der Welt". Die Boeing verfügt über Liegesitze, Holzvertäfelung und ein Präsidentensiegel auf Sicherheitsgurten. Die Maschine soll vorübergehend die beiden veralteten Präsidentenmaschinen der Air-Force-One-Flotte ersetzen, bis ein neuer Flieger zur Verfügung steht.

Spende ging offiziell an Verteidigungsministerium

Die US-Verfassung verbietet es Regierungsvertretern, Geschenke, Titel oder Ähnliches "von einem König, Prinzen oder ausländischen Staat" ohne Zustimmung des US-Kongresses anzunehmen. Um den Verdacht der Bestechlichkeit Trumps auszuräumen, ging die 400 Millionen Dollar teure "Spende" aus Katar offiziell an das Verteidigungsministerium.

Als das Geschenk im vergangenen Frühjahr bekannt wurde, gab es ungewöhnlich scharfe Kritik auch von Trump-Unterstützern. Die Rechtsaußen-Influencerin Laura Loomer warf der Regierung einen "Verrat" an den Interessen der USA vor und nannte Katar einen Unterstützer islamistischer Terrorgruppen. Kritisch äußerten sich auch einige Podcaster.

Die Öffentlichkeit kann das Flugzeug während der Feierlichkeiten zum 250. Unabhängigkeitstag der USA am 4. Juli sehen: Es soll nach Trumps Angaben in Washington an einem Überflug teilnehmen.

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