Hauptverdächtiger
Elfjährige getötet: 41-Jähriger förmlich beschuldigt
Die Ermittlungen gegen den 41-Jährigen seien entsprechend ausgeweitet worden, teilte die Staatsanwaltschaft im südfranzösischen Agen am Mittwoch mit. Ihm droht lebenslange Haft.
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Lyhanna war am 4. Juni im Südwesten Frankreichs tot aufgefunden worden. Der Hauptverdächtige saß zunächst wegen Entführung und Freiheitsberaubung in Untersuchungshaft. Ermittler fanden nach früheren Angaben DNA-Spuren von ihm im Intimbereich des Mädchens. Bei seiner Vernehmung durch Untersuchungsrichter machte er von seinem Schweigerecht Gebrauch.
Weiteres Ermittlungsverfahren
Zugleich wurde gegen den 41-Jährigen in einem weiteren Verfahren ein förmliches Ermittlungsverfahren wegen mehrfacher Vergewaltigung einer unter 15-Jährigen und sexueller Übergriffe eingeleitet. Im sogenannten Fall Rosa hatte die Mutter des Mädchens bereits im August 2025 Anzeige gegen ihn erstattet, ohne dass die Behörden damals gegen ihn vorgingen. Das Kind gab laut einem Inspektionsbericht an, der 41-Jährige habe es rund 50-mal vergewaltigt.
Der Fall Lyhanna hatte in Frankreich scharfe Kritik am Vorgehen von Polizei und Justiz bei Hinweisen auf sexuellen Missbrauch ausgelöst. Justizminister Gérald Darmanin ordnete daraufhin die Überprüfung von knapp 70.000 Fällen an. Innerhalb von fünf Wochen wurden nach Ministeriumsangaben 675 Verdächtige in Gewahrsam genommen. Rund 1.000 mutmaßliche Missbrauchsfälle wurden als vorrangig eingestuft.
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